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3 (1867) Lehrbuch der physiologischen Chemie
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388
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Rahmbü-dung uudButterbil-dung.

388 Chemie der thierischen Flüssigkeiten, Gewebe und Organe,c. Epitlielialzellen (selten und der Milch nicht wesentlich).

bei

Mikroskopische Abbildungen der Milch und des ColostrumsFunke: Atlas, 2. Aufl. Tat. XV, Fig. 1 und 2.

Die Rahmbildung in ruhig stehender Milch beruht, wie bei' 1 ' 1 'weiter oben erwähnt wurde, darauf, dass ein Theil der Milchküg 1 '' 0ihres geringen speeifischen Gewichtes wegen an die Oberfläche steigDass immer nur ein Theil derselben sich an die Oberfläche begiebt, vV *rend ein anderer Theil suspendirt bleibt, hat offenbar in ihrer versclu e ^nen Grösse und Beschaffenheit seinen Grund. Da das geringere ^l"' 1 'sehe Gewicht der Milchkügelchen durch das in ihnen enthaltene Fettdingt ist, so werden diejenigen Kügelchen in den Rahm gehen,. w . ,im Verhältnis» zu ihrer aus Albuminaten bestehenden Hülle das w elFett enthalten, also die grösseren.

Die Butterbildung, durch die Operation des sogenannten "terns, beruht wahrscheinlich darauf, dass dadurch die Hüllen der M- 1 .

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kügelchen, welche ihr Zusammenfliessen verhindern, grösstenteils z e j

sen werden und sich nun ihr Inhalt mit einem Theil anzerstörter M 1

' -kli ckügelchen zur Butter vereinigt, welche natürlich auch noch W»*

gelöste Bestandtheile der Milch mechanisch einschliesst. Die durc»

Buttern ihres Fettes grösstentheils beraubte Milch ist die Buttern' 1

Mit dieser Theorie der Butterbildung stimmen die Erfahr« 11 " ,

A. Müller's, denen zufolge die Membranen der Milchkügelchen .

allmählich auflösen (süsse Milchgährung), wenn die Milch bei mit* 1 ,j

Temperatur der Luft dargeboten wird. Nach 36stündigem Stehe 11

dieser Vorgang unter den günstigsten Verhältnissen beendigt und A e

nimmt nun über 90 Proc. des frei gewordenen Milchfetts beim Sei'" ,

auf. Die Lüslichkeit der Fettkügelchen in Aether ist ein Maassstaü

Butterungsfähigkeit der Milch.

ChemischeBestand-teile.

Chemische Bestandtheile der Milch.Normale und constante Bestandtheile der Milch.

"Wasser, Caseln, Albumin, Milchzucker, Glyceride 1 ^der Milchkügelchen), Milchsäure? Extractivstoffe, anorg» 111 '^,-Salze: Ohlornatrium, Chlorkalium, phosphorsaure Alkalien, P* 1 f e»saure Kalk- und Bittererde, kohlensaures Alkali (in der Asche) i 'P jvon Eisen, Fluormetallei\ und Kieselerde. Gase: Kohlensäu reStickstoff.

Nicht constante und abnorme Bestandtheile der Milch-Milchsäure (bei der Milchgährung), Humatin, Gall e11

stoff, Harnstoff, Schleimstoff.dl

Als abnorme, nur unter pathologischen Verhältnissen t lU '

morphologische Bestandtheile hat man nachgewiesen:

"-inn

folo