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3 (1867) Lehrbuch der physiologischen Chemie
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366 Chemie der thierisclieu Flüssigkeiten, Gewebe und Organe.

Mikroskopische Abbildungen der Formelemente des Chylus währendder Verdauung bei Funke: Atlas, 2. Aufl., Taf. XIII, Fig. 6.

Chemische

Bestand-theile.

Allgemeine*

chemisches

Verhalten.

Chemische Bestandtheile des Chylus.

Die ehemischen Bestandtheile des Chylus sind dieselben wie jene " e>Blutes minus der Blutkörperchen, demnach:

Wasser, Albumin, Faserstoff, Fette (Glyceride), Seifen, E*'tractivstoffe, worunter Zucker, Harnstoff und milchsaure Alk»"lien (im Chylus der Pferde) und die anorganischen Salze des Bin*'plasmas, vorherrschend Chloralkalien, weniger phosphorsaure AI"kalien und, wie es scheint, keine schwefelsauren.

Im frischen Chylus der Mesenterialdrüsen in der Nahrungsresorpti° nbefindlicher Kaninchen, Katzen und Hunde ist nach Grrohe ein durch We in "geist fällbares, kräftig wirkendes zuckerbildendes Ferment enthalten.

Es muss vorläufig noch dahin gestellt bleiben, ob der von versend'denen Beobachtern constatirte geringe Eisengehalt der Chylusasche » lsdem Chylus wesentlich anzusehen ist, da er möglicherweise auch von de" 1Chylus meist beigemischten rothen Blutkörperchen herrühren könnte.

Der Faserstoff des Chylus zeigt eine geringe Contractionsfähigken'er bleibt geronnen gallertig und löst sich in Salzlösungen leichter *'der Blutfaserstoff.

Das Albumin zeigt zum Theil den Charakter des SerumcaseiJoder Natronalbuminats; es gerinnt nicht in grösseren Flocken bei'Kochen, wird durch Essigsäure theil weise gefällt und scheide! sich he"Abdampfen des Chylus in Häuten ab.

Die im Chylus enthaltenen reichlichen Mengen von Alkalien so» enach den Angaben Lehmann's zum Theil an Albumin, Fettsäureund Milchsäure gebunden sein.

Allgemeines chemisches Verhalten des Chylus.

Neun bis zwölf Minuten nach der Entfernung aus dem Körper c°gulirt der Chylus; das Coagulum, welches sich nach zwei bis vier St uden contrahirt hat, ist sehr weich, zerreisslich und zuweilen gallertart 1 » <an der Luft färbt es sich, namentlich das von Pferden, röthlich. ''_Chylusserum erscheint nach der Abscheidung des Coagulums nie vollk°men klar. Beim Verdünnen mit Wasser wird es nicht stärker geträ ■Beim Kochen mit Wasser entsteht in der Flüssigkeit eine milchige Trbong» aus der sich nur spärliche Klümpchen abscheiden; Essigsäure "wirkt im Chylusserum starke Trübung. Heim Abdampfen der von » eEiweisscoagulum abfiltrirten Flüssigkeit bilden sich auf deren Obern» 0farblose, durchsichtige Häute. Schüttelt man das Chylusserum mit A.^. /so wird es vollkommen klar, zwischen Aether und Serum scheidet 8aber dann eine weissliche Substanz ab (Hüllen der Fettmoleküle ?)•

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