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3 (1867) Lehrbuch der physiologischen Chemie
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184
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Resorptionder Galle.

184 Zweiter Abschnitt. — Cbem. Bestandtheile d. Thierkörpcrs.

Berechnung in derselben Zeit etwa 11 Grm. Gallensäuren in der Leberabgesondert würden. Endlich hat Hupp er t nach Injection von Gallen-säuren ins Blut von Hunden gefunden, dass dieselben aus dem Bluteverschwinden, sich aber nur zum Theil im Harn und den Secreten, etwazu 1 L bis Vs der Gesammtmenge wiederfinden. Auch machte Huppert dar-auf aufmerksam, dass bei Icterischen fortwährend Gallensäuren gebildet wer-den, während im Harn und Koth nur sehr geringe Mengen davon zum Vor-schein kommen. Man muss daher, wie die Sachen gegenwärtig stehen, an-nehmen , dass ein grosser Theil der Galle irgendwo resorbirt und imBlute oxydirt werde. Diese Ansicht, welche Liehig schon vor eine!Reihe von Jahren unter grossem Widerspruche zuerst aufgestellt undbei einer viel spärlicheren Grundlage von Thatsachen , durch seine wun-derbare Combinationsgabe und seinen Scharfsinn als die richtige ver-theidigt hat, kann jetzt weniger als je zurückgewiesen werden. Biddelund Schmidt, Nasse, Kölliker und IL Müller überzeugten sich, dassmit Gallenfisteln versehene Hunde zur Erhaltung ihres Körpergewicht 8weit mehr Nahrung bedürfen und C. Schmidt ermittelte durch uffl'sichtig angestellte Versuche, dass bei mit Gallenfisteln versehenen Hun-den , deren in einem gegebenen Zeiträume abfliessende Gallenmenge unddie darin enthaltenen Gewichtsmengen von Kohlenstoff u. s. w. genau be-stimmt waren, die durch die Galle entzogene Kohlenstoffmenge in denRespirationsausgaben fehlte, d. h. die exspirirte Kohlensäure annähern''um den Betrag vermindert war, der dem mit der Galle nach Aussen ge"führten Kohlenstoff entsprach; ebenso fand Schmidt auch den durchdie Galle austretenden "Wasserstoff in den Kespirationsausgaben fehlenund dem durch den Abfluss der Galle gesetzten Stickstoffverlust ent-sprechend beobachtete er eine Abnahme des Harnstoffs im Harn. /■"demselben Resultate, dass nämlich ein grosser Theil der Galle vom Darm 6aus resorbirt werde, kamen Schmidt und Schellbach durch eine g e 'nauere Untersuchung des Darminhaltes und der Fäces. Man hat früherziemlich allgemein angenommen, dass die Resorption der Galle seh""vom Dünndarm -aus erfolge, also bevor sie noch eine Spaltung erlittenhabe. Dagegen hat man aber in neuerer Zeit nicht schlechthin von clci'Hand zu weisende Gründe ins Feld geführt; vor Allem die interessante"Versuche Röhrig's, aus denen folgt, dass Gallensäuren ins Blut inj i«i i'f-Verlangsamung der Herzschläge, ja Herzlähmung bewirken, wälip'i"'dieses constante Symptom durchaus nicht eintritt, wenn Gallensäuren '"den Magen und das Jejunum von Tliicrcu injicirt werden. Wohl at> erzeigte sich dasselbe nach Injection der Gallensäuren in den DickdarmFerner hat man darauf hingewiesen, dass Gallenfarbstoff, der ja mit d erGalle vom Dünndarm aus ebenfalls ins Blut gelangen müsste, ins Bl utgebracht, im Harne wieder erscheint, während unter normalen k 6 'bensbedingungen derselbe im Harne fehlt, so wie dass die saure B 6 'schaffenheit des Dünndarminhaltes wegen der fällenden Wirkung des'selben die Resorption der Galle verhindern müsse. Obgleich wir dies eD