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3 (1867) Lehrbuch der physiologischen Chemie
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Erster Abschnitt.

Ackererde besitzt nämlich auch ein sehr bedeutendes Absorptionsver-mögen für schwere Metalloxyde, und es werden von ihr aus Lösungenvon Kupfer-, Blei-, Quecksilber- und Zinksalzen die Oxyde vollkomme»zurückgehalten, während die Säuren unabsorbirt bleiben. Auch aus Lö-sungen von Arsenik und von Antimonoxyd werden bedeutende Menge"dieser Gifte absorbirt; trotzdem aber gehen alle diese giftigen Stoff 6nicht oder nur spurenweise in die Pflanzen über, wenn sie dem Boden i°einer assimilirbaren Form innig beigemischt sind.

Assimilation des Wassers.

Assimilationdes Wassers.

Bereits weiter oben wurde auseinandergesetzt, dass alle Pflanzenund Pflanzenorgane Wasser enthalten, welches für ihr Leben und ihr G &deihen unentbehrlich ist und der Menge nach oft mehr beträgt, wie ili reorganischen und feuerbeständigen Bestandteile zusammengenommen'Ueber die Art der Aufnahme dieses Wassers werden bei der Selbstver-ständlichkeit der Sache wenige Worte genügen.

Die Hauptorgane für die Aufnahme des Wassers sind jedenfalls di eWurzeln. Darüber besteht keine Meinungsverschiedenheit unter de"Pflanzenphysiologen, während die Möglichkeit der Wasseraufnahd*durch die Blätter allgemein bestritten wird. Der Aufnahme des W» s 'sers durch die Pflanzen geht eine Abdunstung desselben parallel, welch 6fortwähiend von statten geht und so beträchtlich ist, dass nach de"Versuchen von Haies ein Kohlkopf in 12 Stunden nicht weniger w* e1 Pfund 6 Loth Wasser durch Verdunstung verliert. Ein Morgen La 11 'des mit Hopfen bepflanzt verdunstet in 120 Tagen 4,250,000 Pfu» dWasser.

Da ein Theil von dem Wasser, welches die Pflanzen aufnehmen, j)ihrem Organismus reducirt wird, so müssen die abdunstenden Meng eildesselben jedenfalls geringer sein, wie die aufgenommenen. Versuch'haben dies bestätigt und damit einen indirecten Beweis für die Zerlegun»des Wassers in den Pflanzen geliefert. Nach Senebier's Versuchen ve (hält sich das aufgenommene Wasser zu dem abdunstenden wie 15 : 1*Auch tropfbarflüssiges Wasser scheiden manche Pflanzen unter besonder«"Verhältnissen aus, so Nepenthcs destillatoria, Sarracenia purpurea u. a. ®

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Ueber den Modus, nach welchem in den Pflanzen dieBildung organischer Verbindungen erfolgt.

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Vergleicht man die Nahrungsstoffe der Pflanzen mit den organisch 6 'indungen, welche Bestandteile der letzteren sind, so sieht man 6 °

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gleich ein, „WgTdMch den Nahrungsstoffen nur auf einem Wege, auf dem der Synthese, elSynthese. folgen kann, denn die Zusammensetzung derselben: der organisflj

Säuren, der organischen Basen, der Kohlehydrate, Glucoside, Gcrbsäuf