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3 (1867) Lehrbuch der physiologischen Chemie
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17
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Allgemeine chemische Biostatik. 17

gen selbst dann noch, wenn sie von der Pflanze getrennt sind. In Brun-ser ) welches Kohlensäure enthält, und noch mehr in Wasser, wel-unstiich mit Kohlensäure gesättigt wurde, nehmen sie daraus so Die Pflanz™lange Kohlensäure auf, als noch welche vorhanden ist, und entwickeln SÄrSi"™aatur remes Sauerstoffgas. Wenn die Entwickelung von Sauerstoff auf- ^''SucT0 , ist auch die Kohlensäure verschwunden; setzt man aufs Neue Koh- ""»'dieselbelensäurn n ihrem Or-

zu, so stellt sich die Sauerstoff entwickelung wieder ein. Bringt ganismua,

man dlrron-o». V du . beba]ten den

tfeegen aie 1 nanzen m ausgekochtes Wasser, welches keine Koh- Kohlenstoff•;»wiure enthält, oder in solches, welches Alkalien enthält, welche die SÄ"Kohlensäure binden, so findet keine Gasentwickelung statt. Büschel von S*C*Ssraatartigen Gewächsen, in ein Gemenge von 70 Thln. atmosphärischer ^^'

" und 30 Thln. Kohlensäure gebracht, verwandeln in Zeil von vier rlu ' k -^«nden fast alles Kohlensäuregas in ein gleiches Volumen Sauerstoffgas.s ist ferner nachgewiesen, dass Pflanzen in atmosphärischer Luft ster-en» der durch Kalkhydrat die Kohlensäure entzogen ist, jährend siean kohlensäurehaltiger Imft gedeihen und an Gewicht zunehmen, obgleichsie dabei Sauerstoff aushauchen. Neuere Versuche von Boussingaultjaben die Fähigkeit der Blätter, die Kohlensäure unter der Mitwirkung«es Sonnenlichtes zu zerlegen, abermals bestätigt, zugleich aber gezeigt,dass diese Zerlegung nur sehr langsam in reinem Sauerstoff, rasch dagegenm einem Gemenge von Kohlensäure und atmosphärischer Luft oder an-deren indifferenten Gasen, wie Kohlenoxyd, Wasserstoffgas u.s.w., erfolge.Dass die Pflanzen ihren Kohlenstoff aus der Kohlensäure der atmo-sphärischen Luft beziehen können, ist allein schon durch die Vegetationderjenigen Pflanzen, wie der Flechten, bewiesen, die sich auf nacktenFelsen entwickeln. Derartige Pflanzen können ihren Kohlenstoff nurder atmosphärischen Luft entnehmen.

Aber auch auf directem Wege ist der Beweis dafür geliefert, dassder Kohlenstoff der Pflanzen von der Kohlensäure der Luft stammt,an fand nändich, dass Pflanzen in wässerigen Lösungen ihrer anorga-nischen Nahrungsstoffe, wenn ihre lilätter in die Atmosphäre ragen, ge-zogen und zur üppigen EntWickelung gebracht werden können (W. Knop,Stohmann).

Betrachtet man die Zusammensetzung der in den Pflanzen nachge-wiesenen organischen Verbindungen, so findet man, dass sie alle wenigerSauerstoff enthalten, als nöthig wäre, um mit ihrem Kohlenstoff Kohlen-saure zu bilden. Indem also die Pflanzen Kohlensäure aufnehmen, mus:dieselbe in ihrem Organismus zerlegt werden und zwar in der Art, dass' ;>• Sauerstoff wieder austritt, denn die Bildung dieser organischen Ver-bindungen setzt eine Trennung des Kohlenstoffs von Sauerstoff voraus.** ist also gewiss, dass der Sauerstoff, den die Pflanzen aushauchen, zumeil von der aufgenommenen Kohlensäure stammt.__ Wenn es sonach erwiesen ist, dass die Pflanzen der Luft Kohlen-saure entziehen und ihr dafür Sauerstoff wiedergeben und dass in ihremrgamsmus ein« Reduction der Kohlensäure stattfindet, so fragt es sich

v. Gorup-Be 8ail0Zi Chemie. 111. 2