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gehört er zu den einzelnen Punkten in meinem Leben, aufwelche ich nur mit Grauen zurückblicken kann. Mein Kollege,mit dem ich mich bald verständiget halle, überliess mich ent-weder aus Geschäftszwang, oder aus Bosheit meinem Schicksale.Nun hatte ich zwei Zinnner, in denen ich mich aufhallenkonnte; in dem einen befand sich die Mutler der Kranken,eine siebzigjährige Marschallinn, deren altfranzösische Geistes-bildung sich noch aus Ludwig des Vierzehnten Zeit herschrieb;in dem andern lag ihre verwiltwele Tochter, die höftkrankeMarkise. Ich hatte also die Wahl, entweder die Jammerlöneder unglücklichen Markise anzuhören, oder die medizinischenFragen der Marschallinn, über den Zustand jener, unaufhörlichzu beantworten. Grosser Gott! wie ist mir der Abend so langgeworden!
Wir praktischen Acvzte haben denn doch ein gar wunder-liches Geschäft, es führt uns zuweilen in seltsame Lagen; soviel ich aber bemerkt, taugen die Seltsamkeiten durch dieBank nicht viel. Ein Arzt des 16. Jahrhunderts, SymphorianusCafnpegius, hat einst eine noch weil ausgedehntere" Langweileausgestanden, ob sie aber an Innigkeil der von mir erlebtenzu vergleichen sei, daran mochte ich fast zweifeln. Er wird,wie er uns selbst erzählt, zu einem Kardinal gerufen, undfindet bei diesem einen ganzen Schwann Aerzte, mit denener sich beralhen soll, wie dem geistlichen Herren das Ouarlan-fieber zu vertreiben sei. Das Lustigste war, dass alle Aerztedort bleiben mussten, bis das Wechselfieber wirklich gehobenwar. Da man nun zu jener Zeit im Fieberverlreiben nichtsonderlich fix war, so mussten sie gar lange im Hause seinerEminenz verharren und langweilten sich ungeheuer. Einigeplauderten mit einander von gemeinen, ungelebrlen Dingen,andere spielten Schach, und Symplwriaii Champier schrieb ausVerzweil'elung sein Buchelchen über die Irrlhiuner der Arabi-schen Aerzte, in welchem er die heiligsten Schmähungen gegendiese ausstösst, weshalb er, wahrscheinlich von einem unsererGeschichtsärzle, zu den Arabisten gezählt wird. Mir scheintaber, hätte er, statt diese Schrift zu verfassen, mit seinenAmisgenossen Schach gespielt, er würde dadurch der Kunst