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herumgehet, ja wol ausser dem Hause seine Geschäfte, wenngleich mühsam und peinlich beschickt, so wundert man sichsehr, dass ein Mittel, welches in ernsthaften Fällen bald sicht-lich Hülfe geschafft, in diesen scheinbar leichteren zwar nichtganz seine Dienste versagt, aber doch nur zauderhalt hilft. —Nur durch Vergleichung mehrer, verschiedenartiger Fälle ge-langt man zu der Ueberzeugung, dass körperliche Ruhe dieunerlässliche Bedingung ist, unter welcher die Arzenei ihrewahre, wohlthätige Wirkung äussert. Wer diese Ueberzeugungerlangt hat, oder dem durch Erfahrung Ueberzeugten Glaubenschenkt, der wird auch solche Kranke, die durch ihr Leidenselbst nicht bettlägerig sind, durch eine verständige Vorstel-lung zur Ruhe verweisen.
Das Nämliche gilt von den geistigen Reizen, nicht blossvon den heftigen, unangenehmen, sondern auch von den mil-deren, angenehmen; je gleichgültiger die Gemülhsstimmungdes Kranken ist, um so gemächlicher wird man die Aufgeregt-heit des leidenden Organs beruhigen.
Darmsteine.
Folgender Fall, den mein ältester wundärztlicher Freund,Herr Bodenstaff (wohnhaft in dem niederländischen Grenz-städtchen Gennep) behandelt hat, scheint mir, seiner Seltenheitwegen, der Bekanntmachung werlh.
Eine sechs und fünfzigjährige Frau in dem Dorfe Sand-beck (Land von Keule, Provinz Nordbraband), Mutter von achtKindern, halte im April des Jahres 1823 starke, anhaltendeBauchschmerzen bekommen, und da die Mittel, die ein Arztdagegen verschrieben, keine Hülfe geschafft, wurde einen Mo-nat später die Kunst des Herrn Bodenstaff in Anspruch ge-nommen.
Da dieser ihr den Bauch untersucht, entdeckt er in derrechten Seite der Unterbauchgegend, an der Stelle, wo derBlinddarm liegt, eine Verhärtung, die er für einen Muskel-abszess hält und einen erweichenden Brei darauf legt. Beiseinem zweiten Besuche fühlt er ganz deutlich Fluktuation,aber in der Tiefe dunkel einen harten Körper. Er öffnet nun