Einwirkung' des "Wassers auf die Erdoberfläche.
Sulfate, Chloride, Phosphate und Nitrate dos Calciums, Magnesiumsund der Alkalimetalle sind diejenigen Mineralstoffe, denen wir da-selbst am häufigsten begegnen. Kieselsäure und die angeführtenSalze und Doppelsalze derselben, sowie die Carbonate des Calciumsund Magnesiums setzen die. Erdoberfläche hauptsächlich zusammen.
Diese Körper sind an und für sieh in reinem Wasser unlöslich odernahezu unlöslich. Das in den Erdboden eindringende Meteorwasser•st aber bereits mit den erwähnten atmosphärischen (lasen beladen,welche im Verein mit den heim Durchsickern der Humusschichtendes Erdbodens aufgenommenen Stoffen, als Kohlensäure, Salpeter-säure, Humussäuren, Mineralsalze etc., seine lösende und verändernde
Einwirkung auf die Gesteine beträchtlich steigern, zumal in grösserenlefen unter <lem Einfluss höherer Temperaturgrade. Energischer
'loch als das flüssige Wasser wirken die Wasserdampfe der uuter-'""dischen Atmosphäre auf die Substanzen des Erdbodens ein.
Von Bedeutung für das Löslichkcitsvermögcn des Wassers isterner die Dauer, während welcher es mit den Gesteinen in Be-rührung stellt. Mit Kohlensäure beladenes Wasser vermag Car-bonate des Calciums und Magnesiums aufzulösen und hei lange an-dauernder Einwirkung selbst die Silicate allmählich zu zersetzen.Wobei Alkalimetallverhindungen und Kieselsäure in Lösung gehen.Die übrigen, ölten aufgezählten, Mineralsubstanzen kommen auf derErdoberfläche /.war weit verbreitet, aber in viel geringerer MengeVll! '- Von denselben nimmt das Wasser die Salze der Alkalimetalle,,||( ' Chloride und Nitrate des Calciums und Magnesiums, sowie das■ "'hit des Magnesiums leicht, das Sulfat des Calciums schwieriger auf.
Bei der Verwitterung der Silicate werden die unlöslichenwonig en Bestandtheile derselben zum Theil als äusserst leine, amorphe"Her abgeschieden, welche das Wasser im aufgeschwemmten Zu-stande oft auf weite Strecken fortführt. Die aus dieser Quellestammenden suspendirten Substanzen setzen sich selbst bei ruhigem
' tehen aus dem Wasser nur äusserst schwierig ab. Antheile der-selben passiren die Poren auch sein- dichter Filter und bedingenvielfach die ins Grüne oder Gelbe spielende Farbe mancher Fluss-wasser, insoweit dieselbe nicht von aufgelösten organischen Ver-bindungen herrührt, was z. I'.. bei allen Wässern aus Torfmooren«er Fall ist.
Die Menge der organischen Materie, welcher das Wasser
jährend seines Kreislaufes begegnet, ist verschwindend klein der
enge von Mineralsubstanz gegenüber, mit welcher es auf dem
gleichen Wege b Wechselwirkung tritt. Die auf der Erdoberfläche und
111 den oberen Erdschichten vorhandene unbelebte organische Materie
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