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Anleitung zu botanischen Beobachtungen und pflanzenphysiologischen Experiementen : ein Hilfsbuch für den Lehrer beim botanischen Schulunterricht ; unter Zugrundelegung von Detmers "Pfalnzenphysiologischem Praktikum" ; mit 54 Abb.
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13. Organische Körper als Nährstoffe höherer Pflanzen.

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"Verbindung der Cuscuta mit dem Boden völlig aufgehoben ist. Siemufs daher "Wasser, Mineralstoffe und organische Körper der Nähr-pflanze, auf der sie wächst, entziehen, schädigt diese letztere dadurchin hohem Grade, und dies ist noch um so mehr der Fall, als dieWirtpflanze bei massenhafter Entwickelung der Cuscuta zu Boden ge-drückt und vollkommen überwuchert wird.

Was die Mistel (Viscum album), einen auf den Ästen verschiedenerBäume vorkommenden Parasiten, anbelangt, so ist zunächst die Artund Weise von Interesse, auf welchem Wege die Samen derselben aufdie Bäume gelangen. Die Mistel erzeugt Beerenfrüchte, welche sehrgern von manchen Vögeln, zumal den Misteldrosseln, gefressen werden.Fliegen diese Tiere von einem Baume, auf welchem sie die Mistel-beeren gefunden haben, auf einen andern, so streifen sie hier leichtdie von klebrigem (viscinhaltigem) Gewebe umgebenen Samen ab, oderdie Samen gelangen mit den Exkrementen der Vögel auf die Baum-äste, auf denen sie sich entwickeln können. Der Vorgang bei derEntwickelung der Pflanze ist ein sehr komplizierter. Hier genügt es,darauf hinzuweisen, dafs eine Art Hauptwurzel senkrocht in den Asthineingetrieben wird, während sogenannte Kindenwurzeln, die von derHauptwurzel ausgehen, parallel zur Richtung des Astes sich in diesementwickeln. Die Rindenwurzeln erzeugen dann endlich noch bis indas Holz vordringende sogenannte Senker.

Mit Hilfe dieses Wurzelsystems entnimmt die Pflanze dem Baume,auf welchem sie vorkommt, Wasser, Mineralstoffe, vielleicht auch ge-wisse Mengen organischer Körper, während auf jeden Fall die Haupt-masse jener letzteren von den ziemlich fleischigen, grünen Blätterndes Parasiten infolge der Assimilationsthätigkeit erzeugt wird.

Was endlich den Parasitismus von Rhinanthus betrifft, so lassensich die Organe, durch welche derselbe vermittelt wird, leichtbeobachten.

Man grabe im Juli auf einer Wiese oder einem Getreidefeldeeine Rhinanthuspflanze mit den ihr benachbarten Gräsern vorsichtig aus,entferne durch Abschlämmen in Wasser die Erde und beobachte dasvorhandene Wurzelsystem. Es zeigt sich, dafs die feineren Rhinanthus-wurzeln kleine knöllchonartige Anschwellungen, die ihnen der Mehr-zahl nach seitlich ansitzen, tragen. Diese Knöllchen sind als Saug-würzelchen aufzufassen, welche, indem sie den Graswurzeln dicht an-liegen, feine Saugzellen erzeugen, die in das Innere der letzteren ein-