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1 (1906) Nr. 1 - 25
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In der Kempenergegend, wo die Galle an Taxus-Heckenhäufig vorkommt, sind auch die vegatativen Knospennicht gerade selten vergällt; auch an weiblichen Hecken-exemplaren und an einem alten, freistehenden weiblichenBaume wurden vergällte vegetative Knospen angetroffen.Frische, ziemlich kräftig entwickelte Gallen wurden am8. September d. J. (1906) an den Jahressprossen ge-funden, in welchen die Tiere voraussichtlich überwinternwerden; am 2. November wurden zahlreiche Milben undEier in den Gallen gefunden; noch am 24. Novemberwurden frische Gallen gesehen. Da die alten Gallen imJuli noch nicht vertrocknet waren (Geisenheyner fandGallen noch im August), ist es wahrscheinlich, dassschon bald nach der Uebersiedelung der Milben in diejungen Knospen diese zu Gallen ausgebildet werden.

Literatur: Nalepa, Eriophyidae, Berlin 1898,S. 6 (Beschreibung der Milbe). L. Geisenheyner,Ueber einige neue und seltenere Zoocecidien aus demNahegebiete, Allg. Ztschr. f. Entom., Bd. VII, 1902, S.312. A. Weisse, Ueber die Blattstellung an einigenTriebspitzengallen, Jahrb. für wiss. Bot. 1902. Kieffer,Syn. d. Zoocec, S. 525. Darboux et Houard,Cat., S. 447.

Figuren: Nalepa, Denkschr. Ak. Wien, v. 62,T. 4, F. 5, 6, 9. Darboux et Houard, Cat., F.781.

Exsiccate: Herb. Cec. 373.

Nr. 8. Eriophyes rudis Can. auf Betula verrucosa Ehrh.

Die Wirkung dieser Milbe äussert sich in einerDeformation der Knospen. Diese verdicken sich kugel-förmig bis zu 10 mm im Durchmesser und umgeben sichmit einzelnen Schuppen, deren Spitzen mehr oder wenigernach aussen gekrümmt sind. Die Verdickung derKnospen erfolgt einesteils durch das Saugen der Milben,andernteils durch die zwischen den Knospenschuppen

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