— A. Nalepa, Das Tierreich, 4. Lieferung Eriophyidat(Phytoptidae), Berlin 1898, S. 9—10. — Kieffer,Synopse d. Zoocec, S. 298. — H. R o s s, LieberSchädigungen des Haselstrauches und deren Bekämpfung,Prakt. Bl. für Pflanzensch., 1905, H. 5.
Figuren: Frank, 1. Aufl., S. 695 und 2. Aufl. S. 67(Habitusfig u. Querschnitt eines umgewandelten Blattes).
— Nalepa, Beitr. z. Syst. d. Phytopten, SB. Ak.Wien, v. 98 I, 1890, T. 2, F. 1, 2, 3, T. 3, F. 3.Darboux et Houard, Cat., F. 188—189.
Exsiccate: Herb. Cec. Nr. 62. Cec. It. 1 ) Nr. 59.
Nr. 4. Eriophyes cladophthirus Nal. auf Solanumdulcamara L.
Die Milben verursachen eine durch abnorme Be-haarung und starke Verästelung gekennzeichnete De-formation der Triebspitzen und der Blüten. An Stelleletzterer sitzen vergrünte, blattähnliche, behaarte, mehroder weniger gekrümmte und eingerollte Gebilde vonlanzettlicher Form, die infolge wiederholter Verzweigungder Achse dicht beisammenstehen. An den jungenZweigen sind End- und Seitenknospen gehäuft, vonkleinen Blättchen umgeben und mit einem dichten grauenFilz bedeckt. Der Stengel ist verdickt. Die Galle er-reicht eine Länge bis zu 6 und eine Breite bis zu 4 cm.Sole red er betrachtet die durch Eriophyes cladophthirusNal. erzeugte Galle als Hexenbesen. (S. Naturw. Ztschr.f. Land- und Forstwirtschaft. 1905. S. 18.)
Ausser Milben wurde in den Gallen auch eine Aphissp. in zahlreichen Exemplaren von uns gefunden.
Die vergällten Pflanzen wuchsen als Epiphyten aufhohlen Stämmen von Salix alba L. in den Rheinwiesenbei Gellep (dem römischen Gelduba).
') Cet. lt. = Cecidotbec« Italica <ii A. Trotter eQ. Cecconi.