Wachstum der Internodien gehemmt wird, die jungenBlätter und zwar hauptsächlich deren Scheiden sich ver-dicken und verbreitern, fest aneinander legen und inverschiedenen Richtungen gedreht und gefaltet werden,so dass ein unregelmässig gekrümmtes, kolbenartig ver-dicktes, schliesslich durch Längsrisse öfters aufplatzendesGebilde zustande kommt. Gewöhnlich gelangt die Aehrenicht zur Ausbildung.
An der Verdickung der Blätter nimmt die Epidermisin hervorragendem Grade teil, indem die Epidermiszellenan der einen oder an beiden Blattseiten zu langen, keulen-förmigen, mit schwarzbraunen Zellwänden versehenenSchläuchen auswachsen, die mehr oder weniger dichtzusammenschliessen (s. die Fig.); auch können die ein-ander berührenden Oberhäute zweier Blätter fest ver-schlossen werden. Zwischen diesen Schläuchen, dieeinen schwärzlichen krümeligen Ueberzug bilden, lebendie zahlreichen Gallenerzeuger.
Diese Galle wurde zuerst von G. Hieronymus1890 aus der Nähe von Berlin erwähnt, v. Schlechtendalstellt fest, dass sie durch eine Tarsonemus-Art verursachtwird. Nach Kirchner dürfte sie von T. canestriniMassalongo oder einer ähnlichen Tarsonemus-hrt herrühren.
Literatur: G. Hieronymus, Beiträge zur Kenntnisder europäischen Zoocecidien und der Verbreitung der-selben, Breslau 1890, Nr. 45. — D. v. Schlechtendal,Die Gallbildungen (Zoocecidien) der deutschen Gefäss-pflanzen. Nachträge und Berichtigungen, Zwickau 1892,S. 2. — Kieffer, Synopse d. Zoocec, S. 376. —0. Kirchner, Eine Milbenkrankheit des Hafers, Ztschr.für Pflanzenkrankheiten, XIV. B. ( 1. H. 1904.
Figuren von dieser Galle bezw. deren Erzeuger sinduns nicht bekannt. Von einer anderen, auf Hafer lebendenTarsonemus-kxi (T. spirifex Marchai) werden Abbildungengeliefert von Marchai, Les Tarsonemus des Graminges.DSscr. d'une espece nouv. vivant sur 1' Avoine, Bull, de
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