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stellt. Am unteren Ende trug der Siebkasten eine schmiede-eiserne Leiste, welche den Kasten fest einklammerte, unten ander Seite einen 3 cm starken Zapfen, der durch einen 52 cm lan-gen und 5 cm dicken Schüttelarm mit einer Kurbel von 55 mmExcentrizität in Verbindung stand. Das horizontale Schwungradmachte etwa 80 Umdrehungen per Minute. Um ein zu starkesHochfliegen des Siebkastens während des Schütteins zu verhindern,war derselbe an beiden Seiten durch starke, breite Lederriemenan dem Gestell befestigt, welches die Friktionsrollen trug. Abertrotzdem war es nicht ganz zu vermeiden, dafs der Siebkastensich bei jeder hin- und hergehenden Bewegung etwas von denRollen abhob und dann wieder niederfiel. Um aber diese Schlägewenigstens abzuschwächen, war der Kasteu mit einem dickenLederstreifen versehen, welcher die Bahn der Friktionsrollen be-deckte. Trotzdem erhitzten sich dieselben zuweilen so stark, dafsdas mit Chloratstaüb imprägnierte Schmieröl detonierte.
In der Liverpooler Fabrik von James Muspratt & Sonswar das Chloratsieb ziemlich steil aufgestellt und hatte eine sehrviel gröfsere Amplitudo. Aber die hier beschriebene Einrichtungdes Chloratsiebes erfüllt sehr gut ihren Zweck, erfordert wenigKraft und verursacht geringe Abnutzung.
Das durchgesiebte Chloratmehl fiel durch einen Lederschlauchin einen Kasten, von dem aus es verpackt wurde. Das gröbereMehl, welches auf dein Sieb zurückblieb, gelangte ebenfalls durcheinen Lederschlauch in einen Kasten, von dem es wieder in dieMühle geschickt wurde. Die beiden Lederschläuche waren sowohlam Siebkasten als auch an dem davorstehenden Kasten ange-nagelt, und so lang, dafs sie der Bewegung des Siebkastens folgenkonnten, ohne an ihren Befestigungen zu zerren.
Das von der Mühle gelieferte Chloratmehl wurde nicht sofortgesiebt, sondern erst noch auf einem besonderen kleinen Trocken-bett nochmals getrocknet. Man benutzte dazu auch ein grofsesTrockenbett, wenn ein solches gerade frei war. Die kleine MengeFlüssigkeit, welche in den Krystallen eingeschlossen war und beimMahlen sich dem Pulver mitteilte, war genügend, um die feinenMaschen des Chloratsiebes zu verstopfen und dadurch das Siebenzu verzögern. Der Siebkasten mufste dann geöffnet werden, umdas Drahttuch mit einer Bürste zu reinigen. Wenn man aberdas gemahlene Chlorat nochmals trocknete und noch warm in dasSieb brachte, so konnte man in kürzerer Zeit sehr viel mehrleisten.