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Muster-
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hatten, damit alle Abteilungen miteinander kommunizierten, ruhteein grobes Drahttuch, welches stark genug war, um die Last dernassen Krystalle zu tragen, ohne sich durchzubiegen. Auf demDrahtnetz lag ein Blechsieb aus Kupfer oder Messingblech mit1,6 bis 2 mm weiten eingestanzten Löchern, auf welches die zuwaschenden Krystalle geschüttet wurden. Der Raum unter demPilterboden hatte zwei Ausfiulsöffnungen: eine für den natürlichenAbflufs des Waschwassers, und eine, um die Verbindung miteiner Luftpumpe herzustellen. Diese Drainer bewährten sich aus-gezeichnet; namentlich fielen hierbei die häufigen Reparaturenfort, welche das Zeugfilter erforderte. Es waren 2 solcher Drainervorhanden. Nachdem die Krystalle hineingethan waren, wurdensie mit reinem, kalten Wasserleitungswasser Übergossen, der Mengenach etwa mit ihrem eigenen Volumen. Das Wasser wurde zudiesem Zwecke in einem Behälter in einer Höhenlage über denAuflösern stets vorrätig gehalten. Der Behälter mufste jedenMonat einmal gereinigt werden, weil sonst das Wasser trübe wurde.
Man liefs das Waschwasser aus dem Drainer an der tiefstenStelle frei abfliefsen in eine davor eingesenkte Schale, von wo ausdasselbe durch einen hineiugetauchten Gummischlauch nach einemAuflöser gepumpt wurde. Wenn das Waschwasser abgelaufenwar, schlofs man diesen Ausflul's ab und verband den anderenmit dem Exhaustor, um Luft durch die Krystallmasse zu saugenund dieselbe dadurch schneller abtropfen zu lassen.
Um zu untersuchen, ob die Krystalle genügend gewaschenwaren, zog man von wenigstens '2 Plätzen nahe dem Boden einMuster. Dasselbe durfte, im Laboratorium getrocknet, früherhöchstens 0,oü bis 0,oo % Chlorcalcium, seit Mai 1876 aber höch-stens nur 0,04 % enthalten. Ergab die Probe einen höheren Ge-halt von Chlorcalcium, so mufsten die Krystalle noch einmal ge-waschen werden. Wenn in einem solchen Falle schon viel Wasserzum Waschen angewendet worden war, so hob man die oberenLagen ab, brachte dieselben nach den Trockenbetten und wuschnur die unteren Lagen noch einmal.
Das Transportieren der fertig gewaschenen, reinen Krystallenach den Trockenbetten geschah in denselben Henkelgefäfsen ausWeilsblech, Fig. 48, Seite 48, die schon früher erwähnt wurden.
Im Februar und März 1881 wurden Versuche gemacht, diereinen Krystalle statt in den beschriebenen Drainern in einerCentrifuge zu waschen, welche im Oktagonhause so gute Resultategeliefert hatte. Aber hier im Krystallhause stellte sich die An-
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