Psoriasis.
5. Psoriasis.
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Die Psoriasis gehört ebenfalls zu den widerspenstigsten Haut-krankheiten und befällt jedes Lebensalter. Scrophulöse und gichti-sche Dyscrasie, sowie Störungen der Harnabsonderung scheinen zu-weilen zu Grunde zu liegen, doch lässt sich oft gar kein ursächlichesMoment auffinden.
Am schwersten ist die durch die lange Dauer hartnäckiger ge-wordene Psoriasis inveterata zu beseitigen, weil die Haut be-deutend degenerirt ist. Die Krankheit ist dann meist über grosseStrecken des Körpers, eine Extremität, oft selbst über die ganzeKörperoberfläche verbreitet; die Haut ist verdickt, schmutzig roth,heiss, juckt und brennt heftig, ist trocken, auch mit kleienförmigen,gelblichen Schuppen bedeckt, die sich beständig abstossen und wie-der erzeugen, rissig und schrundig.
Man kann hier die Sool- und Schwefelbäder versuchen.
Beim Gebrauche der ersteren ist gewöhnlich ein Zusatz vonmehreren Quart Mutterlauge erforderlich, da die Haut sehr torpidezu sein pflegt.
An den Schwefelquellen müssen die Schlamm- und Dampf-bäder vereint angewendet werden, durch deren, längere Zeit fort-gesetzten, Gebrauch oft Heilung erzielt wird. Sie eignen sich beson-ders bei torpider Beschaffenheit der Haut, während die Soolbäderallein oder mit Schwefelwasser verbunden (wie in Nenndorf)bei hoher Sensibilität und bedeutender Wucherung der Epidermis,zumal auf scrophulösem Boden gute Dienste leisten.
Grandidier behandelte in Nenn d o rf einen Kranken, der schonseit Jahren an dem höchsten Grade der Psoriaris litt; derselbe genas,nachdem er 84 allgemeine Schwefelschlammbäder von \\ bis 2 Stun-den Dauer, mit Abends zuweilen interpouirten Dampfbädern und auchdie Trinkquelle gebraucht hatte.
In solchen Fällen ist besonders ein längerer Aufenthalt im Badeanzurathen, doch liegen nur wenig Fälle geheilter Psoriasis durchdie Mineralbäder vor.