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Handbuch der Balneotherapie : practischer Leitfaden bei Verordnung der Mineralquellen, Molken, Seebäder, climatischen Kurorte &c.
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IX. Krankheiten der äusseren Haut.

J_/ie Hautkrankheiten sind entweder blofce Erkrankungen der Ge-webe, bedingt durch äussere Einflüsse, oder Reflexe wichtiger, durchanomale Säftemischung hervorgerufener Leiden. In beiden Fällenwird eine Kur nur dann von Erfolg sein, wenn das ätiologische Mo-ment ermittelt und somit die Causalindication erfüllt werden kann.

Die Erfahrung hat nun aber gelehrt, dass manche specifike, ge-netische Einflüsse ein und dieselbe Form der Hautkrankheit hervor-rufen und mit gleichen krankhaften Störungen in anderen Systemenund Organen verbunden 1 sind. Hierdurch wird dem Arzte die Wahlder anzuwendenden Heilmittel erleichtert.

1. Erysipelas.

Bei manchen Individuen scheint eine förmliche Diathese zu ery-sipelatösen Krankheitsprocessen obzuwalten, die sich durch die Wie-derholung der Anfälle der Kose steigert. -Die geringste Veranlas-sung: Erhitzung oder Erkältung, Indigestion oder psychische Affectepflegen das Exanthem bei solchen Personen hervorzurufen.

Wo Störungen der Menstruation vorhanden, wird nicht selteneine ha bituelle Rose beobachtet; wohl am häufigsten steht sie abermit krankhaften Zuständen der Unterleibsorgane: Störungen in der(lallensecretion, Hyperaemie der Leber, Leiden des PfortadersystemsOberhaupt, in Verbindung, und diese Ursachen liegen auch gewöhn-lich bei alten Leuten, die früher an podagraischen Anfällen gelitten,