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VIII. Krankheiten des Herzens und der grossen
Gefässe.
JJei primitiven, organischen Krankheiten des Herzens und der gros-sen Gefässe dürfen Brunnen- oder Badekuren nie in Anwendunggezogen werden. Kine sorgfältige, oft wiederholte stethoscopischeUntersuchung ist daher unumgänglich nöthig, wenn die Krankenüber Symptome klagen, die einem Leiden des Circxdationsapparatszugeschrieben werden müssen.
Nur wenn die Zufalle scciindärcr Art sind, von einem Hinder-nisse des Kreislaufs durch die Capillaren der Lungen, wie beim Em-physem, herrühren, ist es gestattet, den Kranken ein Mineralwas-ser trinken /u lassen, welches das primäre Leiden zu lindern imStande ist.
Die Leberkrankheiten sind häufig als Ursache von Herzkrank-heiten angesehen worden und man hielt sieh daher berechtigt, dieauflösenden Mineralwasser zu verordnen. Jedoch sprechen nichtallein die Thatsachen, sondern auch die Theorie dafür, dass sich diekrankhaften Zustände der Leber erst in Folge der Affection desHerzens und zwar aus der durch diese bedingten, andauernden, me-chanischen Hyperaemie entwickeln; man unterlasse daher nie beiHypertropbieen der Leber, wo gleichzeitig über I'alpitationen desHerzens, Dyspnoe, asthmatische Anfälle Klage geführt wird, dasHerz genau zu untersuchen.
Schon eine geringe Volumenzunahme des Herzens, sei es Hyper-trophie oder Dilatation, bewirkt nicht allein eine Hyperaemie der