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Krankheiten des Nervensystems.
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möglichst langer Aufenthalt an der See, so wie der Gebrauch einergrossen Zahl von Bädern nothwendig.
Die Kur wird mit den Bädern in der offenen See begonnen,ohne den Gebrauch lauwarmer oder kühler Vorbereitungsbäder.Der Kranke sorge möglichst dafür, dass er vor dem Bade nichtfriere oder kalt werde, und bleibe anfangs zwei bis drei, später fünfbis sechs Minuten im Wasser, indem er häufig den Kopf, jedoch nureinige Secunden lang, untertaucht. Beim Baden ist nicht allein derShock von Wichtigkeit, den das Eintauchen in das kalte Wasserverursacht und wodurch das Nervensystem bedeutend erregt wird,sondern auch der Wellenschlag als mächtiges Reizmittel derHautnerven. Trifft die Welle scharf zu, eben in dem Augenblicke,WO sie sich überschlägt, so kann sich die Empfindung des Schlagesselbst zum Schmerz steigern. Dringt eine Welle der anderen nach,kommt der Badende kaum zur Besinnung, wird er bald durch dieWellen nach vorn geworfen, bald durch die rückfliessende Fluth zu-rückgetrieben, so entsteht dadurch eine allgemeine Erregung desNervensystems, deren Wirkung auf die materiellen Processe im Or-ganismus nicht ausbleibt. — Ist kein Wellenschlag vorhanden, solasse man Begiessungen über Kopf und Nacken machen, die raschauf einander folgen müssen. Die Begiessung seihst geschehe abernur langsam aus einer Höhe von ein bis zwei Fuss und mit einemWasserstrahle von massiger Stärke.
Hier kommt, es vorzugsweise darauf an, dass durch jedes ein-zelne Bad eine gehörige Erregung des Nervensystems bewirkt, dieseaber nie bis zur Ueberreizung gesteigert wird. Jene heilsame Ner-venaufregung spricht sich durch ein behagliches Wärmegefühl aus,während ein mehr oder minder heftiger Frost nach dem Bade aufUeberreizung hindeutet. Daher müssen Epileptische Alles vermei-den, was der Wärmeerzeugung nach dem Bade hinderlich ist. Siemüssen sich ferner, um eines ruhigen Schlafes zu gemessen, Abendsvor jeder geistigen und körperlichen Aufregung hüten, früh zu Abendessen, nur wenige und leicht verdauliche Speisen zu sich nehmenund zeitig zu Bette gehen. Vor einer Erkältung vor dem Badewarne man sie und rathe ihnen daher, bei kalter Witterung rechtwarm gekleidet am Strande zu erscheinen. Das Ankleiden geschehemöglichst schnell, und wo Badekarren vorhanden, mögen sie sicheines solchen bedienen, damit sie so bald als möglich, nach abgeleg-ten Kleidungsstücken, ins Wasser kommen. Nachdem sie auf dieoben angegebene Weise gebadet und nicht zu lange im Meere ver-