Hysterie.
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nische Entzündungen in dem Scheidentheile des Uterus, oberfläch-liche Erosionen, Geschwüre, Cafarrhe (Ur Schleimhaut, abnorme La-genveränderungen vorfinden. Meistens leiden Hysterische daher anStörungen der Menstruation: Amenorrhoe, Dysmenorrhoe oder Leu-corrhoe.
Da aber gerade die oberflächlichen, nicht tief eingreifenden ma-teriellen Veränderungen der Geschlechtsorgane zu hysterischen An-fällen Veranlassung zu geben pflegen, so scheint noch ein vermitteln-des Moment nöthig zu sein, wenn es zur wirklichen Hysterie kom-men soll, und dies ist nach Romberg eine gesteigerte Reflex-erregbarkeit, die das Uebergewicht im Organismus behält undeine grössere Abhängigkeit der Kranken von äusseren Reizen be-gründet.
Man wird mithin in solchen Fällen durch die calmirenden, dieIrritabilität des Nervensystems beschwichtigenden, Thermen, die gün-stigsten Erfolge erzielen und da dieselben gleichzeitig auf das Leidendes Sexualsystems heilsam einwirken, einer doppelten Indicalion Ge-nüge leisten. Hier sind die Thermen von Ems, liantleeU, Sien-Iiaus, Sclilaiiffenbatl, Bertrleli (innerlich und in Bädern),IJcbenzell, Joliaiinimlmd und ITssat an ihrer Stelle undführen oft überraschende Resultate herbei. Von wesentlichem Bc-lange sind aber die günstigen climatischen Verhältnisse, sowohl diemilde gleichmässige Temperatur, die stets einen wohlthätigen Ein-fluss auf erethische Constitutionen ausübt, als auch die stärkende,belebende bei Anatomischen.
In Ems lasse, man die Bäder von 2(J° bis 28° R. nehmen, dochist in manchen Fällen eine noch niedrigere Temperatur von 22° bis25° R. erforderlich. Besonders trägt hier die Anwendung der auf-steigenden Douclie (Bubenquelle) viel zur Heilung bei, indem eskein wirksameres Mittel giebt, chronische Entzündungen und An-schoppungen des Uterus und die davon abhängige Dysmenorrhoeund Uteruscoliken zu beseitigen. Gewöhnlich ist erst eine sechs- bisachtwöehcntliehe Kur im Stande, die Leiden zu bekämpfen. So warich Zeuge, dass eine junge Dame, die an heftigen hysterischen Con-vulsionen der Extremitäten litt, schon nach dem vierwöchentlichenGebrauche der Thermen, innerlich und in Bädern, vollständig geheiltden Kurort verliess.
In Schlangenbad werden die Bäder am zweckmässigsten zu26" bis 28° It. genommen; erst nach und nach lasse man die Tem-peratur bis auf 24° herabsetzen; anfangs dürfen die Kranken nur
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