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Handbuch der Balneotherapie : practischer Leitfaden bei Verordnung der Mineralquellen, Molken, Seebäder, climatischen Kurorte &c.
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Nierensteine.

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Die Constantinsquelle in Gileicllieiiherjf (s. S. 322) ver-dient ebenfalls bei übermässiger Bildung von Harnsäure und harn-sauren Salzen im Urine, hierdurch bedingten Blasencatarrhen, sowiebei Sand- und Griesbildung empfohlen zu werden; selbst bei grös-seren Steinen bewährt sie sich als ein treffliches Mittel gegen diebegleitenden Sehmerzen und den Blasenkrampf und verhütet dasWachsthums des Steins.

Der bedeutende Gehalt an Chlornatrium verhindert, dass selbstbei längerer Anwendung die Ernährung leidet, was beim alleingenlängeren Gebrauche der kohlensauren Alealien so oft der Fall ist;durch Verbesserung der Verdauung und Einwirkung auf die drüsigenApparate, kann sie sogar, nach Entfernung der Steine mittelst chi-rurgischer Eingriffe, die harnsaure Diathese und Neigung zur Stein-bildung tilgen.

Der Johannisbrunnen (s. S. 241), welcher noch ausser demkohlensauren und salzsauren Natron kohlensaures Eisenoxydul ent-hält, gleicht in seiner Zusammensetzung dem Fachinger-Wasser, löstgelinder auf als die Constantinsquelle und gestattet eine reichlichereDosis (4<S Gläser), ohne die Wirkung zu stören.

Einen Ruf hei Nierensteinen haben sich auch der Max- undTheresienbrunnen in Kissingen (s. S. 117) erworben mitderen inneren Gebrauche die Pandurbäder zu verbinden sind.

Sie befördern nicht allein die, Urinsecretion, sondern sind auchim Stande, vorhandene kleine Concremente aufzulösen oder derenWachsthum zu verhindern. Goldwitz sah bei manchen Kranken10 bis 12 Steine abgehen, die beinahe alle den Umfang grosserErbsen hatten; aber selbst grössere wurden beim Gebrauche derWasser entleert. Sie sind aber besonders empfehlenswerth, weilsie die Verdauung auf keine Weise schwächen und Kranken voneder Constitution, jedes Alters und zu allen Jahreszeiten verordnetwerden können.

Wo ein tieferes Leiden der Unterleibsorgane, eine Anschwellungder Leber vorhanden ist, lasse man einige Gläser des Ragoczides Morgens trinken, im Laufe des Tages aber den Säuerling ge-brauchen.

Die erdigen Mineralwasser, in denen kein alcalisches Salz vor-herrscht, regen vorzugsweise die Nierensecretion an, besitzen aberauch eine die Secretion der Darmschleimhaut befördernde Eigenschaftund erweisen sich daher ebenfalls heilsam in der Lithiasis. Mit sehrgünstigem Erfolge wird das Wasser von Wildungen getrunken.