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Handbuch der Balneotherapie : practischer Leitfaden bei Verordnung der Mineralquellen, Molken, Seebäder, climatischen Kurorte &c.
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Arthritis.

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ken benutzt, am folgenden Tage jedoch vor der Heizung jedesmaletwas frischer Schlamm zugesetzt. Beim Erhitzen entwickelt der-selbe ausser dem Gerüche nach Sehwefelwasserstoft'gas einen deut-lichen vegetabilischen Modergeruch, der sich durch wiederholten Ge-brauch des Schlammes bei neuer Erhitzung bedeutend verstärkt.Wegen dieses zunehmenden Gährungsproecsses, bei dem mittelstZersetzung der schwefelsauren Salze durch die Einwirkung der or- ganischen Substanzen zugleich eine progressive Vermehrung desSchwefelgehalts zu erfolgen scheint, hat man es für rathsam gehal-ten, bis zum sechsten linde sich desselben Schlammes zu bedienenund nur täglich eine geringe Menge frischen hinzuzusetzen.

Die Bäder werden gewöhnlich in einer Temperatur von 27" bis80° R. genommen. Auch sind örtliche Bäder sehr zu empfehlen.Unter Empfindung von JuckSn und Brennen röthet sich die Haut,turgescirt und häufig bricht schon im Bade reichlicher Schweiss aus.der nach demselben nie ausbleibt. Nach einer Reibe von 8 bis10 Bädern pflegt sich nicht selten eine scheinbare Verschlimmerungeinzustellen: Mattigkeit, Abgeschlagenheit, Zunahme der Schmerzenin den Gelenken u. s. w. Der Kranke verweile anfangs nur 15bis 20 Minuten im Bade; nur selten darf die Dauer eines Bades übereine Stunde verlängert werden. Im Bade selbst müssen die leiden-den Theile stark gerieben werden, wodurch der Schlamm umgerührtwird und somit stets neue Schichten mit dem Körper in Berührungkommen. Nach dem Bade verweile der Kranke eine Zeitlang indem dazu bestimmten Ausruhezimmer und lege sich dann kurze Zeitin's Bett.

Ferner sind zu empfehlen die Schlammbäder in Elisen (s.S. 90) und in Meinberg (s. S. 91).

An diese Schlammbäder reihen sich die zu Pösteiiy (s. S. 417),deren Mineralschlamm in IG Unzen enthält:

Kieselerde 8,2740 Gran.

Eisenoxydul

1,9968

Alauuerde

2,3408 -

Kalkerde

1,7344 -

Humus

0,0800 -

Wasser

1,3664 -

Verlust

0,2176 -

Summa 16,0100 Gran.Er ist sehr weich, im natürlichen Zustande schwarzgrau, wirdaber beackert hart und lichtgrau, fühlt sich fettig an, hat ein glän-