Anschwellung der Milz.
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9. Anschwellung und Hyperaemie der Milz.
Anschwellungen der Milz gehen, wie auch Rokitanskyangiebt, meistens aus gewissen Alterationen des Bluts und derLymphe in Folge verschiedener Dyscrasieen hervor, die zwar, so we-nig sie an und für sich gekannt sind, eine ebenso wenig aufgeklärte,aber doch ganz auffallende, thatsächlieh nachgewiesene Beziehungzur Milz haben. ■— So kommen sie bei scrophulösen und rhacbiti-schen Kindern oft von enormem Umfange vor. Die Gesichtsfarbederselben gleicht dem weissen Wachse, sie leiden an Störungen derDigestion, sind abgemagert oder aulgedunsen, ihre Musculatur islwelk, schlaff. Hier passen die Sool- und Seebäder. So ist z.B.der innere Gebrauch des Maxbrunnens in Hifütingjreii und dieAnwendung der Bäder des Soolensprudels zu empfehlen, oderder Pandurbäder mit der Mutterlauge und dem Soolenspru-del verbunden. Man kann aber auch zuerst die salinisch-eisen-haltigen Wasser, wie die Quellen in Soden, zum inneren Ge-brauche und in Bädern, später die reinen Stahlwasser verordnen.
Der Soolensprudel steigt und fällt periodisch, in Folge einerplötzlichen Entleerung von freiem, kohlensaurem Gase, aus beinahe150 Schuh tief unter der Erdoberfläche sich befindlichen Höhlen undHohladern in den fast 300' tief gebohrten erweiterten Canal; der Ein-tritt des Steigens und die Zeitdauer sind unregelmässig. Die Mengedes bei dem jedesmaligen Steigen des Sprudels auf die Oberflächegelangten freien kohlensauren Gases beträgt gegen 40 bis 50 Cubik-fuss, welches zu den Gasbädern verwandt wird.
Durch einen theils durch Wasser-, theils durch Dampfkraft inWirksamkeit gesetzten Saugapparal wird die Sprudelsoole auf dieGradirhäuser gebracht und von diesen herab in die Badeanstalt zuden Bädern geleitet.
Der Soolensprudel von einer Temperatur von 15 — IG 0 R. enthältin IG Unzen nach Kastner:
ChlornatriumChlorkaliumChlorlithiumChlormagnesiumChlorealoiumBrommagnesiumSchwefelsaures NatronKohlensaure Magnesia
107,51536 Gran.
0,97920 -
0,19200 -
24,51610 -
3,99360 -
0,0629825,30791
6,41280 -