Hypertrophie der Leber.
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gehen zu lassen. Individuen, die an Congestionen zum Gehirn undan Digestionsbeschwerden leiden und deren Respirationsorgane sichin einem gereizten Zustande befinden, kann man anfangt das mittelsteines künstlich eingerichteten Apparats erwärmte Mineralwasser trin-ken lassen, in welchem das Eisen und die Kohlensäure zum gröss-ten Theile ausgeschieden sind.
Bei den meisten Kranken wird die Badekur zur Unterstützungder Trinkkur erforderlich sein, um die Hautthätigkeit zu erregen unddas Organ zu kräftigen. Die Temperatur der Bäder, in denen derKranke zwischen 30 bis 40 Minuten verweile, betrage zwischen 26°und 27° R., doch lasse man nicht gleich in den ersten Tagen derTrinkkur mit den Bädern beginnen.
Auch kalte Mineralbäder zu 17° R. und Flussbäder im Neckarmit künstlichem Wellenschlage eignen sich für Kranke, die an rheu-matischen Affectionen, Laxität des Muskelsystems, krampfhaften Zu-fällen und allgemeiner Schwäche leiden, wie sie so häufig bei Stö-rungen in den Verdauungsorganen auftritt.
Nicht unerwähnt dürfen wir die Molkenanstalt lassen, dievorzügliche Molken liefert.
Die Bade-Etablissements sind trefflich eingerichtet und trotz dermit jedem Jahre sich steigernden Frequenz des Badeortes kein Man-gel an Wohnungen vorhanden. Besonders sind die Wohnungen imHotel Herrmann, im Wilhelmsbade, auf der Besitzung der Mad. See-ger zu empfehlen, die beiden letzteren für die Kurgäste, die derRuhe bedürfen und abgeschieden leben wollen.
Badeärzte sind: Hofrath Dr. Veiel (Director der Anstalt für anchronischen Hautkrankheiten Leidende), Hofrath Dr. Heine (Direc-tor der orthopädischen Anstalt), Dr. Tritschler und Dr. Rühle.
In dem eine Viertelstunde von Cannstatt entfernten Bade Iterg,auf der sogenannten Insel, auf welcher der Sprudel und dieIn seiquelle, die an festen Bestandteilen jeder Art reichsten Quel-len unter allen hier entspringenden, zu Tage kommen, sind zweineue Quellen aufgefunden worden, von denen die eine eine Tem-peratur von + 10,8° R. hat, also wärmer ist als alle übrigen desCannstatter Beckens, die andere kühle von + 15,2° R. viel ärmeran Kochsalz, kohlensaurem Eisenoxydul und freier Kohlensäure, alsdie übrigen Quellen ist. Nach Fehling's Analyse enthalten sie in16 Unzen: