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Handbuch der Balneotherapie : practischer Leitfaden bei Verordnung der Mineralquellen, Molken, Seebäder, climatischen Kurorte &c.
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Krankheiten des Digestionsapparats.

denn der Badeort ist das erste Modebad, der Sammelplatz der fein-sten Pariser Welt.

Badearzt: Dr. Ganderax.

Sehr oft hat aber die Erschöpfung und Abmagerung einen sohohen Grad erreicht nnd die Reizbarkeit des Nervensystems sich sogesteigert, dass die obigen Mineralwasser eine bedeutende Aufregungund selbst nervöse Zufälle hervorrufen. Bei solchen Individuen zeigtsich eine Unlust zu jeder geistigen und körperlichen Arbeit, hypo-chondrische Geniüthsstimmung, Säurebildung, Flatulenz, hartnäckigeStuhl Verstopfung, bedeutende Kälte der Haut, besonders der Händeund Füsse in Folge des mangelnden Nerveneinllusses bei der Wärme-bildung und der beeinträchtigten Bluteirculation, im Urin lagern sichbedeutende Sedimente von harnsauren Salzen oder oxalsaurem Kalkmit überschüssigen Erdpho'spnaten ab, oft reägirt er sogar alcalisch.In diesen Fällen leistet der Gebrauch der Molken an einem hoch-gelegenen Orte der Alpen, die die Stoffmetamorphose in massigerVY'eise beschleunigen und nur gelinde resolvirend wirken, ohne zuschwächen, vielmehr dem Körper nährende Stoffe zuführen, trefflicheDienste; zugleich ist aber der Aufenthalt in der reinen, belebendenGebirgsluft von hohem Belange, indem durch Bethätigung der Respi-ration und des Kreislaufs bei Erhöhung des ganzen peripherischenLebens unter einem geringeren Luftdrucke die Blutcirculation in deninneren Organen freier von Stalten gehen muss. Eine bedeutendeReizbarkeit der Magen- und Darmschleimhaut wird mit allen ihrenFolgen oft blos durch einen Aufenthalt in der leichteren, sauerstoff-reicheren Luft der Alpen gehoben. Eine strenge Diät, besonders inBezug auf die Quantität, ist um so mehr zu empfehlen, weil Indivi-duen mit gesunkene]- Nervenkraft nur geringe; Mengen von Nah-rungsmaterial und zumal stickstoffhaltiger Speisen verdauen, die fastanhaltende Bewegung in der freien Luft aber den Appetit nicht un-beträchtlich steigert und die Kranken daher zu einer ihrer Dige-stionskraft nicht entsprechenden übermässigen Aufnahme von Spei-sen verleitet.

6. Anschwellung, Hypertrophie und chronischeEntzündung der Leber.

Die erste und einfachste Ursache der Anschwellung der Leberist Ilyperaemie, die, so häufig eine Folge der Plethora, abdomina-lis ist.