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Handbuch der Balneotherapie : practischer Leitfaden bei Verordnung der Mineralquellen, Molken, Seebäder, climatischen Kurorte &c.
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Plethora abdominalis.

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Eingenommenheit, des Kopfes, Schwindel. Ohrensausen n. s. w., woein stärkeres Purgiren erforderlich ist und die daher eine kräftigeStoffmetamorphosc ertragen, oder wo noch keine materiellen Verän-derungen in den für den Stoffumsatz wichtigen:Organen, wie Magen,Leber, Lunge, vor sich gegangen sind, lasse man eu Hause kleineDosen des Sa idsch iif zer Bit terwassers trinken. Stark purgi-rende. Dosen sind in solchen Fällen schädlich, indem durch die blosseEntleerung des Darmkanals nur dem von der Verstopfung herrüh-renden Symptomencomplexe abgeholfen, aber die Ursache derselben,die UeberfuUung des Pfortadersystems mit Kohlenstoffhydraten, nichtbeseitigt wird; gewöhnlich kehrt die Verstopfung immer hartnäckigerwieder. Dies gilt von allen auflösenden Mineralwassern. Das Was-ser wirkt aher besonders durch seinen grossen Gehalt an Salpeter-saurer Magnesia antiphlogistisch, kühlend und gelind diuretisch.

Saiilecliiitz liegt in Böhmen, 2 Stunden von Bilin; das Was-ser k.....mt in etwa 20 Quellen zu Tage und hat eine Temperatur

von \2\° R. Nach der von Berzelius im Jahre 1839 vorgenomme-nen Analyse enthält der Hauptbrunnen folgende Bestandteile:

Schwefelsaure Magnesia

84,1666 Gran.

Schwefelsaures Natron

46,8109 -

Salpetersäure Magnesia

25,1715 -

Kohlensaure Magnesia

4,9858 -

Quellsaure Magnesia

1,0667 -

Schwefelsaure Kalkerde

10,0776 -

Schwefelsaures Kali

4,0965 -

Chlormagnesium

2,1696 -

Kohlensaures Ei^en- und

Man-

ganoxydul

0,0192

Kieselerde

0,0360

Jodmagnesium

0,0368

Spuren von Brommagnesium un

d

Fluor.

Summa 178,6282 Gran.und eine geringe Menge freier Kohlensäure.

Man lasse Abends ein Glas trinken, und am nächsten Morgennüchtern 2 bis II Gläser in Zwischenräumen von 10 bis 15 Minuten,Wobei die Abendportion, als auflösendes Mittel, die gewünschtenAusleerungen vorbereitet und in der Bettwärme sehr gut verdautWird, ohne, die Nachtruhe im mindesten zu stören, dagegen die Wir-kung am Morgen schneller erfolgt. Allmälig steigt man Abends auf