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Handbuch der Balneotherapie : practischer Leitfaden bei Verordnung der Mineralquellen, Molken, Seebäder, climatischen Kurorte &c.
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Krankheiten des Digestipnsapparats.

In solchen Fällen leisten die alcalisch-salinischen und er-dig-muriatischen Säuerlinge bei strenger Diät gute Dienste; sodie Salzquelle in Fanzensbad (s. S. 38), die Quelle in IVlimrli(s. S. 326), die sehr gasreiche Wilhelmsquelle in 14 i-oii tlutl (s.S. 216) oder der Säuerling in Scliwalheiin (s. S. 150).

Mit gleichem Nutzen werden auch, besonders wenn das Leidennoch nicht lange bestanden hat, die Natronthermen verordnet,indem die kohlensauren Alealien die abnorme Secretion der Schleim-haut verbessern. Solche Patienten sende man nach Ems und lassesie dort das milde, belebende Krähnchen trinken und nur laueBäder von 25° bis 27° R. nehmen, oder nach Karlsbad, wo mansie geringe Mengen des Schloss- und Mühlbrunnens (3 4 Be-cher täglich) trinken lässt. Wo Verstopfung stattfindet, sind Clystiremit dem Wasser des Kesselbrunnens oder Mühlbrunnens zu empfeh-len, anstatt innerer Abführmittel.

Die Affection des linken Leberlappens, der Catarrh der Gallen-gänge, die gewöhnlich bei längerer Dauer des Leidens nicht ausblei-ben, werden ebenfalls durch diese alcalischen Wasser beseitigt.

Bei derartigen Zuständen, besonders wenn die Magensäure imUcberflusse vorhanden ist, werden auch die Thermen von Vichymit Erfolg gebraucht, doch muss jeder Reizungszustand verschwun-den sein, indem das Leiden sonst durch die Kohlensäure gesteigertwird. Sie liegen im Departement des Allier, am Fusse der AuvergnerBerge in einem anmuthigen Thale, welches ein mildes und sehr ge-sundes Clima besitzt. Ihre Zahl beträgt sieben. Die Heilwirkungmuss auch hier hauptsachlich dem doppelt kohlensauren Natron zu-geschrieben werden, und wird durch den Temperaturgrad des Was-sers, sowie durch die übrigen festen Bestandtlieile und (rase unter-stützt und modificirt. Besonders wird die starke Säurebildung, einesder lästigsten Symptome, bald beseitigt. Wenn auch anfangs Stuhl-verstopfung eintritt, so erfolgen doch später regelmässige Stuhlent-leerungen.

Das Wasser der Grande-Grille wird hauptsächlich bei Unter-leibsleiden in Gebrauch gezogen und sagt den empfindlichen Ver-dauungswerkzeugen sehr gut zu. Die Temperatur beträgt 25,6° R.In einem Litre sind enthalten nach Henry:

Doppelt kohlens. Natron 4,900 Grammes. *)Doppelt kohlensaures Kali Spuren

29,208 Gran in 16 Unzen.