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Handbuch der Balneotherapie : practischer Leitfaden bei Verordnung der Mineralquellen, Molken, Seebäder, climatischen Kurorte &c.
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Störungen der Blutmischung.

dein Sigmund beim Gebrauche starker Schwefehrasser eine Besse-rung und scheinbare Heilung auf kürzere oder längere Zeit hat ein-treten sehen.

Dagegen hat Fleckles (Baineologische Skizzen aus der Kurzeitim Jahre 1853) mehrere Male, dfe Beobachtung gemacht, dass bei anGicht leidenden Kranken, denen der Gebrauch der Thermen vonHih'ImIiimI verordnet wurde, wahrend der Kur das schlummerndenicht völlig getilgte, syphilitische Gift wieder geweckt wurde undneue Affectionen zum Vorschein kamen, die nur einer Mercurial-Kurwichen. Erst nach Beseitigung der Syphilis äusserten die Thermenihre heilsame Wirkung.

Sehr oft treffen wir bei Syphilitischen, die seit vielen Jahren ansecurtdären Formen, papulösen und schuppigen Hautausschlägen,Knochenaffectionen, ulcerativen Processen auf der Schleimhaut lei-den, Complicationen mit Rheumatismus, Arthrälgieen, oder die Kran-ken sind durch Mercurialkuren sehr geschwächt und haben jede Re-ceptivität für Arzneien verloren; diesen verordnet man mit grossemErfolge die Schwefelquellen, damit sie von dem complicirendenLeiden befreit, mit entsprechender Energie der Behandlung dereigentlichen Syphiliden unterworfen werden können.

Fontan hält die Schwefelquellen, besonders die von Bagneresde Luchon, in den Fällen, wo die mercurielle oder Jod-Kur er-folglos geblieben, für ein vortreffliches Unterstützungsmittel, nament-lich bei lymphatischen und mit chronischen Exanthemen behaftetenKranken. Er sah solche Kranke nicht saliviren, wenn sie innerlichQueeksilberpj'äpMi'ate gebrauchten. Ebenso fand er, dass Kranke,die an Speichelfiuss litten, nicht nur durch den Gebrauch der Quellensehr bald geheilt werden, sondern nach wenigen Tagen schon, ohneden Wiedereintritt des Speichelflusses befürchten zu müssen, Queck-silberpräparate gebrauchen können.

Wetzlar (Traite pratiqne des proprietes euratives des eauxthermales sulfureuses d'Aix-la-Chapelle. 1856.) fand, dass durch dencombinirlen Gebrauch des Jodkali's und der Schwefelthennen inAachen eine weit schnellere und nachhaltigere Wirkung erzieltwird, als wenn das Jod-Präparat allein gereicht wurde; er lässt dasJodkali in einem Glase Thermalwasser nehmen und Dampfbäderabwechselnd mit einfachen Bädern gebrauchen; auch James (DeJ'emploi des eaux mineraux dans le traitement des aeeidents eonse-cutifs de la Syphilis. 1854.) lässt neben den Bädern in Bagneres