Trichoma.
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riechendes, zuweilen mit Eiter und Blut untermischtes Secret derHautdrüsen zu einer feuchten, übelriechenden, in Strängen und Kno-ten zusammengebauten Masse, wobei gleichzeitig kritische Ausschei-dungen durch die Haut und Nieren, reichliche Schweisse und bedeu-tende harnsaure Sedimente im Urin erfolgen. Beim Zerreissen oderZerschneiden des Zopfes treten oft Blutungen ein aus den weichenneugebildeten Haarschläuchen. (?)
Unter den Heilmethoden hat sieh die auflösende und die Säfte-masse verbessernde, wobei der pathische Stoff durch Anspornung derNieren- und Darmsecretion aus dem Körper entfernt wird, am mei-sten bewährt. Alljährlich sieht man daher Trichomatöse an denHeilquellen Böhmens, die in der Nähe der durch die Krankheitheimgesuchten Länder liegen, Hülfe suchen.
Bannerth in .Landeck beobachtete bei allen Kranken weib-lichen Geschlechts zugleich Störungen in den Uterinfunctionen: Dys-menorrhoe, Leucorrhoe, Anschwellung und Schmerzhaftigkeit derScheidenportion des Uterus, Empfindlichkeit in der einen oder an-deren Inguinalgegend.
Die Thermen von Karlsbad verbunden mit den Sprudel- undMoorbädern leisten hier vortreffliche Dienste und müssen gewöhnlichmehrere Jahre hintereinander gebraucht werden. Der unterdrückteWeichselzopf erscheint wieder, macht rasche Fortschritte oder stösstsich ab, unter Schwinden aller nervösen Zufälle.
Fleckles sah bei einer 23jähvigen Kranken Blutungen aus denHaaren (?) dem Auftreten des Weichselzopfes vorausgehen, sie kündig-ten sieh stets durch die peinlichsten Kopfschmerzen an und traten re-gelmässig am 7. oder 21. Tage ein. Als plötzlich die Plica ohne Ver-anlassung in ihrem Fortschreiten stillstand, steigerten sich die Kopf-schmerzen und Stuhl Verstopfung, sparsame Menses, reissende Schmer-zen in den unteren Extremitäten und Gemüthaverstimmung geselltensich hinzu. Durch den dreiwöchentlichen Gebrauch des Theresien-und Mühlbrunnens, den vierwöchentlichen des Sprudels undwechselnde Moor- und Sprudelbäder von 29" K., wurde die Plica zurFortbildung angeregt und fiel später ab. Die congestiven Zufälle, Blu-tungen und Kopfschmerzen waren fast vollständig verschwunden. —Ein 10 Monate währender Blepharospasmus auf trkhomatöser Basisward durch den fünfwöchentlichen Gebrauch lies Sprudels und derMoorbäder vollkommen geheilt.Obwohl Störungen in der Geschlechtssphäre kein wesentliches Gliedder Krankheit bilden, so bewährten sich doch die Thermen in Lan-deck (s. S. 51) in sofern, als sie das Allgemeinbefinden besserten und
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