Rhachitis.
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ren Badeorte, wie Hieven«»» (Badeärzte: Kreisphysikus Dr. Lö-wenberg, Dr. Puchstein) und Kiigeiiwalrie in Pommern;*oii|»ot, \\ Meilen von Danzig (Badearzt Dr. Benzler), Ci-iuix,4 Meilen von Königsberg, mit Einrichtungen für warme, Douche-und Regenbäder (Badearzt Dr. Thomas), Neiikuren, iinr-»iken und lli-iiMtei-ort zu empfehlen.
4 R h a c h i t i s.
An die Scrophulosis reiht sieh die das Knoeheiisvstem vorzugs-weise in Anspruch nehmende Dyscrasie, die Rhachitis, welche sich'in kindlichen Allel- in folge aller, auf die vegetative Thätigkeit desOrganismus schwächenden, Einflüsse entwickelt. Rhachitische Kin-der haben eine schlaffe, lymphatische Constitution, die Muskeln undHaut sind welk, Abmagerung findet statt und eine grosse Neigungzur Angina, Bronchialcatarrhen und Störungen im Verdauungsappa-rate. Die Gelenkendell der langen Knochen schwellen an, währenddie Diaphysen dünn bleiben; durch die Contraetionen der an denerweichten Knochen befestigten Muskeln, so wie durch den mecha-nischen Druck und das Gewicht des Körpers entstehen Krümmun-gen und Deformitäten der Extremitäten, des Prustkastens und derWirbelsäule. Die Knochen selbst sind Schmerzhaft, so dass die Kin-der beim Versuch zum Stehen und Gehen laut aufschreien.
Die chemischen Analysen bestätigen die Abnahme der KalksalzeJ u den rhachitischen Knochen, die durch den Urin entleert werden,der last immer ein bedeutendes weisses Sediment, hauptsächlich von
Phosphorsaurer Kalkerde, fallen lässt.
Das Haut- und Muskelsysleiii bedarf besonders einer sorgsamenPflege und daher sind Seebäder und Eisenbäder hier zu Ver-ordnen.
Was die erstereii anbelangt, so niuss man, da rhachitische Kin-der wegen der grossen Schwäche des Organismus wenig Reactions-föhigkeil besitzen, mit warmen Wannenbädern die Kur beginnen las-sen, deren Temperatur allmälig erniedrigt wird, so dass man zuletzt«U den Wellenbädern mit oder ohne Uebergiessungen übergehenkann. Die Dauer der letzleren betrage anfangs I bis i Minuten undk ann allmälig bis auf 8, höchstens 10 Minuten verlängert werden;diese letzter« Grenze darf man aber nicht überschreiten lassen.Werden die Wellenbäder nicht vertragen, tritt Appetitlosigkeit, Hu-