Seebäder.
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hause am Damme genommen', das etwa 20 grosse Zimmer mit dennothigen Bequemlichkeiten und zweckmässigen Vorrichtungen zu denverschiedenen Douche- und Regenbädern, sowie zu Schwefeldampf-bädern enthält. Die hölzernen angestrichenen Wannen enthalten jede
40 Cubikfuss.
Neben dem Seebade besitzt Doberan noch drei Quellen: eine»Schwefelquelle, eine muriatische Quelle (dem Homburger Elisabeth-brunnen ähnlich) und eine Stahlquelle.
Bei schöner Witterung finden sieh schon im Anfang des JuniBadegäste ein, auch kann man bis zum October hier verweilen. ■—Trotz vieler schöner Wohnungen, welche in den letzten Jahren amheiligen Damme aufgeführt worden, fehlt es an genügendem Unter-kommen, da es rathsamer ist, dort, als in der Stadt zu wohnen. Umdie Seeluft, gehörig gemessen zu können, wurde ein grosser Steg ge-baut, eine breite mit Bänken und Tischen versehene Brücke, welche'Sich 300 Fuss lang in das Meer hinaus erstreckt und sich hufeisen-artig einbiegend zum Ufer zurückführt und auf welcher sich dasBadepublikum täglich versammelt. Das Lehen hat hier schon mehreinen grossstädtischen Anstrich. ■— Badeärzte sind: Geh. ßathDr. Sachse, Dr. Döbereiner, Dr. Schmidt, Med.-Rath Dr. Kor-tüm, Dr. Mattfeld.
Wameniiiiide, Fischerdorf am Ausflusse der Warnow, zweiStunden von Doberan, der Hafen Rostocks, mit dem es durch sechs-mal im Laufe des Tages fahrende Dampfschiffe in Verbindung steht.Letzteres ist durch die Eisenbahnverbindung mit Schwerin, Hamburg,Berlin u. s. f. leicht, zu erreichen. Leider fehlt es an Schatten undeinstweilen dienen die längs der Häuserreihe und des Flusses sichhinziehende Lindenallee und die grosse, weit ins Meer hinausreichendeMole als Spaziergänge.
Es besitzt zwei Damenbäder und ein Herrenbad zum Gebrauchder kalten Seebäder und ein Badehaus, an der Westseite des Hafensmit zweckmässig eingerichteten Badestuben, wovon in dreien Vor-richtungen zu Regenbädern, in allen Douchen, in einein abgesonder-ten künstliche Schwefelbäder genommen werden können. Die Zu-leitung des Meerwassere erfolgt von dem 180 Fuss entfernten Uferdurch hölzerne Röhren, um den etwa im Wasser enthaltenen Sandabzusetzen, sodann in ein hölzernes, 18 Fuss in der Erde befindlichesReservoir, woraus es durch zwei Pumpen in die Höhe und in zweiReservoirs geführt wird, aus welchen es, in dem einen im Souterrainbefindlichen Dampfkessel erwärmt, nach den Badewannen fliesst.