Druckschrift 
1 (1815)
Entstehung
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132
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RÜBUS CAESIUS.

Vaterland: Die Äcker, Raine und Hecken Deutschlands und der übrigenLänder Europens.

Boden: Kommt fast in jedem Boden fort.

Blüthe und Frucht: Die Blumen, welche stets mit Aveifsen Kronenblätternbemerkt werden, zeigen sieb im Junius und Julius; die schwarzen,mit hechtblauem l\eife bedeckten Früchte reifen im August.

Aussaat: Die Vermehrung durch die wuchernd« Wurzel ist so stark, dafsdas Aussäen, was noch überdies von der Natur selbst besorgt wird,nicht nöthig ist.

Höhe: Die gestreckten Stengel findet man oft sechs Fufs lang. An schat-tigen Orten wächst er aufrecht und wird dann nicht viel übereinen Fufs hoch.

Alter: Läfst sich aus dem bei Rubus Idaeus angegebenen Grunde nichtbestimmen.

Nutzen: Die Früchte sind wohlschmeckend und man soll aus ihnen inder Gegend um Bern durch die Gahrung einen angenehmen Brannt-wein bereiten. Die Stengel können, nach Gleditsch, als Gerhemittelbenutzt werden. In dieser Rücksicht ist dieser Strauch schätzbar;aber er wird zuweilen auf Äckern zu einem lästigen Unkraute. InWillden ow's Baumzucht werden dieser Art röthlich-weifse Blumenzugeschrieben; dagegen aber mufs ich bemerken, dafs ich, seit demich den Piubus nemorosus unterschieden habe, niemals wieder denRubus caesius mit räthlich-weifser Blume sah. Man hat also sehrwahrscheinlich oft den Rubus nemorosus für Rubus caesius gehalten.

Erklärung der Kupfertafel.Tah. loo- Ein blühender Zweig in natürlicher Gröfse. a) Eine Blume, von welcher dieKronenblätter weggenommen sind, und b) ein Kronenblatt in natürlicher Gröfse, c)ein Staubgefäfs in verschiedener Richtung gesehen, vergröfsert, d) die Stempel in