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1 (1815)
Entstehung
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96
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MESPILUS OXYACANTHA.

Boden: Dieser Strauch liebt einen guten schwarzen oder auch lehmigenfeuchten Boden, und befindet sich besonders wohl, wenn er von ho-hen Eichen, Eschen oder Rüstern beschältet wird.Blüthe und Frucht: Die Blumen zeigen sich im Mai, und die Früchte er-langen ihre Reife am Ende des Septembers, bleiben aber zum Theilnoch bis in den März hangen.Aussaat: Das Aussäen kann sowohl im Herbste als auch im Frühjahrre ge-schehen: der Same aber bleibt oft i5 Monathe liegen, ehe er keimt.Höhe: Acht bis zehn Fufs.Alter: Vierzig bis fünfzig Jahr.

Nutzen: Der vorzüglichste Nutzen, den dieser Strauch gewährt, ist die An-wendung desselben zu lebendigen Zäunen: indessen mufs man bei sei-ner Anpflanzung darauf sehen, dafs der Boden auch nicht zu sandigoder zu trocken ist. Das Holz wird zu mancherlei ökonomischen Werk-zeugen verarbeitet, so wie man auch aus den geraden und schlankenZweigen Spatzierstöcke verfertigt. Die Rinde soll, nach Dambourney'sVersuchen, der Wolle oder den wollenen Zeugen, wenn diese vorhermit Wiismuth gebeizt worden sind, ein schönes Mordore geben. Diemehligen Früchte dienen den Vögeln und wilden Schweinen zurNahrung. In altern Zeiten wurden die Blumen dieses Strauches inden Apotheken gesammelt und auch wohl ein destillirtes Wasser vonihnen bereitet.

Erklärung der KupfertafelTab. 72. Ein blühender Zweig, a) Ein Kronenblatt und b) eine Blume, von welcher alleKronenblätter, so wie auch die mehresten Staubgefäfse weggenommen sind, etwasvergröfsert. c) Ein kleiner Zweig mit reifen Früchten, d) eine derselben der Querenach durchschnitten (in welcher man hier, wie dies nicht zu selten der Fall ist, nureinen Kern gewahr wird, da sonst gewöhnlich zwei darin vorkommen;, e) der Kernabgesondert, /) der in denselben befindliche Same, in natürlicher Grüise. g) EinZweig mit Knospen.

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