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1 (1815)
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BERBERIS VULGARIS.

als Brech- und Purgiermittel, jetzt wird sie aber nicht mehr in derMedizin benutzt.

Wegen des nutzbaren Saftes der Früchte und der färbenden Eigen-genschaft der Fände, verdient allerdings die Berberitze besonders an-gezogen zu -werden. Nur muls die Anpflanzung nicht in der Nähe derGetreidefelder geschehn, Aveil, wie schon längst die Oekonomen bemerkthaben, dadurch stets ein Miswacbs des Getreides hervorgebracht wird.Man glaubte vormals, dafs, da die Berberitze mit dem Getreide fast zugleicher Zeit blüht, der befruchtende Staub der Blüthen auf das Getreidevom Winde getrieben, die Ansetzung der Samen desselben verhindere.Es hat sich aber nachher bei sorgfältiger Nachforschung gefunden, dafsein kleiner, auf der Fiükseite der Blätter des Berberiszenstrauchs wach-sender Pilz, sich auf das Getreide aussäet, weiter und weiter verbreitet,die Blätter und Halme, so wie die Aehren, mit einem braunen rostfar-bigen Staube überzieht und die fernere Entwicklung aller dieser Theilegänzlich verhindert. Dieser kleine Pilz, den die Botaniker AeädiumBerberidis nennen, ist bei Fig. 1. auf der Fiükseite der Blätter in natür-licher Gröfse, und Fig. 2. vergröfsert vorgestellt. Es würde sich daherdie Anzucht dieses nutzbaren Strauches auf lichte Waldungen, offeneWaldplätze, steinigte Hügel, hohe Ufer u. s. w. einschränken, und derForstmann besonders darauf sehn müfsen, ihn nicht in die Nähe vonAeckern und Getreidefeldern zu bringen.

Erklärung der Kupfertafel.

Tab. 39. Ein blühender Zweig, a) eine Blume in natürlicher Gröfse, h) der Kelch mit deinPistill in natürlicher Gröfse, c) eine Blume vergröfsert, d) das Pistill mit einem Staub-faden vergröfsert, e) eine Beere geöffnet um die Lage der Samen zu zeigen, f) eineTraube mit Früchte, g) zwei Samen in natürlicher Gröfse, h) ein Zweig mit Beerenund Knospen. Fig. 1. der kleine Pilz der Blätter Accidium Berberidis in natürlicherGröfse, Fig. 2. derselbe von der Blattsubstanz abgelöset und vergröfsert.