VIBURNUM LANTANi\.
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14. VIBURNUM. SCHNEEBALL.
'Gallungs- Charakter: Der Kelch fünftheilig. Die Blumenkrone radförmig fünf-theilig. Fünf Staubfäden. Keinen Griffel Drei sitzende Narben. Eineeinsamige Steinfrucht, die eine platte einsamige Nufs enthalt.
5i. Vibuknum Lantana. Wolliger Schneeball.
Kennzeichen: Die Blätter gegenüberstehend eiförmig-länglich, herzförmig ander Basis angeschnitten, am Rande gesäget, unterhalb filzig mit netz-förmig erhabene Adern, die Blumen von gleicher Gestalt.
Benennungen: Schlinge, Schlingbaüm, Schiingenbaum, Schlingbeere, Schling-beerbaum, Wegeschlinge, Weifsschlingenbaum, Kothschlinge, Bügel-holz, Schwindelbeere, Tyroler Schwindelbeerbaum, Wiedern, Wiedel,Wiedelbaum, Kandelwiede, Pabst, Pabstbaum, Schergenpabst, Scheri-ken, Scherben, Scherbiken, Patscherben, Petscherben, Bandstrauch, Kaul-beere, Kandelbeere, Ilausbeere, Schiefsbeere, Scheifsbeere, Holdernet-teln, kleiner Mehlbaum, Mehlbaum, Mehlstrauch, Ortuinenstrauch, Pfei-fenrohrtrauch.
Vaterland: Wachst am Haize, im Saalkreise, Thüringen, Schlesien, im süd-lichen Deutschland, Oestreich, Tyrol.
Boden: Liebt thonigten, kalkartigen, etwas schweren Boden, findet sich aufHügeln, Felsen und in Hecken.
Blüthe und Frucht: Blüht im Mai, reift die Früchte im September,
Aussaat: Geschieht im Herbst. Wächst in der Jugend langsam.
Höhe: Gewöhnlich sechs bis acht Fufs, selten zehn Fufs.
Alter: Sechzig bis achtzig Jahre.
Nutzen: Das Holz ist zähe, weich, weifs und hat eine starke Markröhre,wird auch niemals sehr stark. Man spaltet es für die Böttcher zu Ton-nenreifen, auch Averden die unter dem s Namen der Ortuine bekanntenPfeifenrohre davon gemacht. Aus der Rinde bereitet man Vogelleim.Die Beeren werden zum Vogelfang benutzt.