Anilin.
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Durch Erwärmen mit Phtalsäure und Schwefelsäure ent-steht Phenolphtale'in. Auf Zusatz von Alkalien färht sichdie Flüssigkeit roth.
Anilin C,.H 5 NH 2 .
Farblose, wasserhelle Flüssigkeit vom spec. Gewicht 1,036,welche bei 184,5° siedet. In "Wasser ist dasselbe schwer, inAlkohol und Aether in jedem Verhältniss löslich. Durch Ein-wirkung der Luft wird es allmälich braun und verharzt.
Die wässerige oder chlorwasserstoffsaure Lösung gibt aufZusatz von ChlorkalMösung eine purpurviolette Färbung, welcheallmälich in schmutzig Roth übergeht.
Fügt man zu der cblorwasserstoffsaurcn Lösung des Ani-lins einige Tropfen Salpetersäure und giesst diese Flüssigkeitzu concentrirter Schwefelsäure, so dass keine Vermischungstattfindet, so entsteht an der Berührungsstelle eine violett-rothe Färbung. Bei Anwendung von Kaliumchlorat anstattSalpetersäure tritt violettblaue, bei geringen Mengen von Anilinrothe Färbung der Flüssigkeitsschicht auf.
Wird Anilin auf Zusatz von wenig "Wasser in concen-trirter Schwefelsäure gelöst und etwas Kaliumchromat hinzu-gefügt, so entsteht eine schön violettblaue Färbung, welchenach einiger Zeit wieder verschwindet. Eisenchlorid gibt einerothe Färbung.
In verdünnter Schwefelsäure gelöst erzeugt das Anilin,auf Zusatz von Bleisuperoxyd ', eine dunkelgrün gefärbte Flüs-sigkeit. Geht diese Färbung rasch in Rosenroth über, so deutetdies auf einen Gehalt an Toluidin. Mit Chromsäure gebendie Lösungen des Anilins oder seiner Salze einen blauschwarzenNiederschlag.
Leitet man durch wässerige oder alkoholische Anilinlösungsalpetrige Säure, so färbt sich die Lösung gelbbraun. Auf Zu-satz von Salpeter-, Schwefel-, Chlorwasserstoff- oder Oxal-säure färbt sich diese Flüssigkeit schön roth. Durch Ver-dünnen mit Wasser geht die Farbe in Gelb über, wird aber