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Handbuch der qualitativen chemischen Analyse anorganischer u. organischer Verbindungen
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Prüfung auf Alkalien.

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direct mit Hülfe von Kobaltglas oder Indigolösung (S. 43)oder auch spectralanalytisch nachweisen.

Um Lithium neben Natrium oder Kalium nachzuweisen, Lithium,behandelt man den Rückstand der Chloralkalien mit einemGemisch von Alkohol und Aether, wodurch nur Chlorlithiumin Lösung geht, verdampft die Lösung und prüft den Rück-stand entweder am Platindraht in der nicht leuchtenden Gas-flamme (carminrothe Färbung), oder spectralanalytisch.

Um Cäsium und Rubidium neben Kalium, Natrium oder Lithium Cäsium undzu erkennen, extrahirt man die Chlorverbindungen, unter Zusatz einigerTropfen Chlorwasserstoffsäure, mit starkem Alkohol, wobei der grössteTheil des Chlorkaliums und Chlornatriums ungelöst zurückbleiben. Diealkoholischen Auszüge werden zur Trockne verdampft, der Rückstand inwenig Wasser gelöst und mit Platinchlorid gefällt. Der Niederschlagenthält Kalium-, Cäsium-, Rubidiumplatinchlorid. Die Trennung dieserVerbindungen beruht auf der Löslichkeit des Kaliumplatinchlorids inWasser. Man kocht den Niederschlag wiederholt mit kleinen (QuantitätenWasser aus und prüft den Rückstand auf Cäsium und Rubidium imSpectralapparat.

Zur Prüfung auf Ammoniak übergiesst man die ur- Ammouiak.sprüngliche Substanz in einem Reagircylinder mit Natron-lauge und erwärmt schwach. Das hierdurch frei werdendeAmmoniak gibt sich sowohl durch den charakteristischen Ge-ruch, als auch durch die weissen Nebel zu erkennen, welchees beim Annähern eines mit verdünnter Chlorwasserstoffsäurebefeuchteten Glasstabes erzeugt 1 ). (S. 59.)

') Zur Erkennung geringer Spuren von Ammoniak (so z. B. zumNachweis von Ammoniumverbindungen im Trinkwasser) bedient mansich einer Lösung von Kaliumquecksilberjodid (N e s s 1 e r's Reagens).Diese wird bereitet, indem man 2 g Jodkalium in 5 oem Wasser löst undunter Erwärmen soviel Queoksilberjodid hinzufügt, bis ein Theil desselbenungelöst zurückbleibt. Nach dem Erkalten verdünnt man mit 20 cemWasser, filtrirt und fügt zu je 20 cem des Eiltrats 30 cem coneentrirteKalilauge. Diese alkalische Lösung erzeugt in einer Ammoniak oderAmmoniumsalz enthaltenden Flüssigkeit einen rothbraunen Niederschlagvon .Todtetramerkurammonium (NHg 4 .T + 2H 2 0), oder, bei höchst ge-ringen Mengen von Ammoniak, eine gelbe Färbung.