PORTULACEAE. MOLLUGINEAE. ORYGIA. GLINUS.
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kraulartig-saftig, sammt seinen Verzweigungen niederliegend oder aufsteigend, von den herab-laufenden Blatträndern sehr schmal - geflügelt. Die Blätter abwechselnd, krautartig-saftig,verkehrt eiförmig, weichstachelspitzig, in den häutig-geflügelten Blattstiel herablaufend, vonmeergrüner Farbe, 12 —18 Linien lang und 5 —12 Linien breit, Die eckig-gestielten, oft tief-getheilten Trugdolden entspringen entweder seitlich den Blättern gegenüber oder sie sindendständig, in der Blüthe 1£ Zall, in der Frucht 3 Zoll lang. Die einzelnen Blüthen sind kurzgestielt. Der Kelch 5 blättrig, bleibend. Die Kelchblättchen breit-eiförmig, grün, fein zugespitzt,in der Knospe sich deckend, durchsichtig-häutig-gerandet, an der Spitze und den oberenRändern geröthet. Blumenblätter fehlend. Staubgefäfse 20, unterständig, in zwei Reihen ge-ordnet. Staubbeutel blaisgelb, zweifächrig, länglich, nach innen gewendet, an beiden Endenausgerandet, auf dem Rücken, oberhalb der Basis mit der Spitze des kurzen Staubfadens ver-bunden. Fruchtknoten oberständig, kugelig, stumpf-5kantig, fünffächrig. Eichen zahlreich, inzwei Reihen geordnet. Griffel 5, fadenförmig, zurückgekrümmt, gelblich. Frucht kapselartig,fünffächrig vielsamig, fachzerreifsend; Klappen pergamentartig, glänzend.
Man nahm früher an, dafs die ursprünglich von Forskäl beschriebene Orygia deciim-bens mit rothen und weifsen Blumenblättern vorkomme, man meinte sogar, sie trete blumenblattlosauf und es ist daher wohl möglich, dafs dieser oder jener Schriftsteller zwei gut erkennbareArten, wovon die eine zur Forskalschen Art, die andere aber hierher gehören mag, mit ein-ander vereinigte. Allein das beständige Fehlen der Blumenblätter, selbst in den Blüthenknospen,an den Exemplaren aus Bios de Sena, verbunden mit der doppelten, zuweilen sogar dreifachenAnzahl der Staubgefäfse, welche in zwei Reihen geordnet sind, gestatten eine Vereinigung nicht.Es mag wohl sein, dafs auch die weifs- und die rothblühenden Formen von Orygia verschie-denen Arten angehören. Da ich aber die weifsblühende Form nicht kenne, so kann dies nurals Vermuthung gelten.
Bei dieser Gelegenheit möchte ich jedoch warnen, auf Grund der Zahl der 10 Staub-gefäfse, welche mit langen Staubfäden versehen sind und der 20 Blumenblätter, die beiOrygia decumbens vorkommen, einen generischen Unterschied zu wähnen, weil die habituelleÜbereinstimmung beider Arten zu sehr gegen eine solche Annahme spricht und höchstenszur Aufstellung von Untergattungen benutzt werden kann.
GrlinilS, Loeffling.
Iter p. 145. Linne genera n. 610. FenzI, Annalen des Wiener Museums I. p. 356.
Glinus lotoides, Limie*.
Species plantarum p. 663.
Standort: Rios de Sena. An den Ufern des Zambeze, auf sandigem Boden.
Diese Art ist gleich häufig im südlichen Europa, Asien, Ägypten, wie im Norden,Westen und Osten von Africa verbreitet