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Botanik Abth. 1 (1862)
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2 BOTANIK. LEGUMINOSAE.

(jprojecturae Decand.), welche zu je drei vom Urspruoge der Blattstiele ausgehend, sich inihrem Laufe nach unten zu allmählig verflachen. Blätter abwechselnd gestellt, doppelt gleich-zahlig-gefiedert, mit dunkelfarbigen Haupt- und Nebenblaltstielen. Der gemeinschaftliche Blatt-stiel etwas oberhalb seiner Basis mit einer grofsen, concaven Drüse versehen. Blättchen ini—6 Paaren einander gegenüberstehend, fast lederartig, kahl, sitzend, von schief trapez-förmig-stumpfer Gestalt: die der oberen Paare fast Zoll lang und etwas über einen halbenZoll breit; nach unten zu an Gröfse abnehmend, so, dafs das unterste Paar fast um dieHälfte kleiner erscheint. Alle Blältchen, das endständige Paar allein ausgenommen, mit sehrschiefer Basis, ganzrandig, mit nach unten umgerolltem Rande, von gelblichen, netzförmig ver-zweigten Nerven durchzogen, von denen der Mittelnerv, nebst zwei andern die Seitenränderdes Blältchens begleitenden, seeundären Nerven, aus demselben Punkte entspringt. Die untereBlattfläche bleich-, die obere dunkelgrün. Blüthenstand eine endständige, unten beblätterteRispe, deren zu 4— 5 aus einem Punkte hervorbrechende, seeundäre Blülhenstiele aufrechte,kopfförmige Doldentrauben tragen, von welchen jede einzelne aus 10— -12 kurzgestieltenBlüthen zusammengesetzt ist. Blülhenstiele dunkelfarbig, mit zerstreuten Härchen besetzt.Kelch glockenförmig, 5zähnig, kaum ein Viertel so lang als die Blumenkrone, kahl. Blumen-krone ebenfalls kahl, purpurfarbig, bis zum vierten Theil ihrer Länge verwachsen, 4 Linienlang, trichterförmig, mit an der Spitze kaum merklich zugespitztem Lappen, an ihrer Basis mitder Staubgefäfsröhre zusammenhängend. Staubgefäfsröhre Zoll lang aus der Blumenkrone her-vorragend, also im Vergleich mit letzterer von sehr beträchtlicher Länge, dunkelpurpurn, vordem Aufblühen im oberen Theile der Blumenkrone spiralförmig zusammengerollt. An ihrerSpitze theilt sie sich in 20 kaum linienlange Staubfäden. Antheren sehr klein, zweifächprig,horizontal gestellt, von einem breiten Connectiv umhüllt. Fruchtknoten gestielt, länglich, glatt,von einem fadenförmig verlängerten Griffel gekrönt, mit einseitiger Naht. Eichen 10 an derZahl, durch einen ganz kurzen Nabelstrang an der Naht befestigt. Hülse ...

Die von Patrick Browne um die Mitte des verflossenen Jahrhunderts aufgestellte Gat-tung Zygia, von welcher wir mit Einschlufs der oben beschriebenen, jetzt drei Species genaukennen, steht nach dem Urtheile des gefeierten Leguminosenforschers Bentham, hinsichtlichdes Habitus und der Fruchtbildung, dem Genus Albizzia sehr nahe. Fast nicht minder engerscheint ihre Verwandtschaft mit den zahlreichen Ingaarten, unter denen namentlich die inder peruanischen Provinz Maynas einheimische Jnga polyantha Pöppig die Analogie einergleichfalls weit aus der Blumenkrone hervorragenden Staubgefäfsröhre darbietet. Die Heimathsämmtlicher Zygien ist vorzugsweise, wenn nicht ausschliefslich, das tropische und subtropischeAfrica. Nur die zuerst klar ans Licht getretene Inga Zygia, welche Decand olle in den„Memoires sur la famille des Legumineuses" abgebildet hat, die Zygia Brownei von Walpers,soll, aufser am Senegal (Leprieur und Perrottet, Heudelot), auch auf den Antillen vorkommen,obwohl die Identität dieser Art mit P. Brownes am frühesten Zygia genannter und höchstfragmentarisch dargestellter Jamaikapflanze, den gegründetsten Zweifeln unterliegt. Eine zweite