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8 FLUSSFISCHE. ELASMOBRANCHII.
Die beiden letzten Kiemenlöcher stehen über der Brustflosse. Die erste Rückenflossebeginnt nahe hinter der Bauchflosse und steht um die ganze Länge ihrer Basis vor den Bauch-flossen; ihre beiden Winkel sind spitz, der vordere ist abgerundet, der Rand zwischenihnen tief ausgeschnitten. Die zweite Rückenflosse steht mit ihrer hintern Hälfte über dervordem der Afterflosse, mit welcher sie in der Grösse übereinkommt; der obere vordereWinkel derselben ist stumpfer und abgerundeter, der hintere spitzer als an der erstenRückenflosse. Die Brustflossen sind breit sichelförmig; der äufsere Winkel derselben istspitz, der innere rechtwinklig, abgerundet; an den Körper angelegt ragen sie nach hintenweit über die erste Rückenflosse hinaus. Die Bauchflossen stehen in der Mitte zwischenden Brustflossen und der Schwanzflosse, jedoch der letzteren ein wenig näher; ihre hintereEcke ist spitz abgerundet, ihre vordere rechtwinklig abgerundet, ihr unterer Rand flachausgeschnitten. Die Afterflosse ist um zwei Siebentel weiter von dem After als von derSchwanzflosse entfernt; ihre beiden Winkel sind spitz und ihr unterer Rand lief ausge-schnitten. Die Anhänge des Männchens sind kurz und ragen lange nicht bis ans Ende derhinteren Winkel der Bauchflossen. Vor der Schwanzflosse befindet sich sowohl oben wie unteneine deutliche Grube. Der untere Lappen der Schwanzflosse ist spitzwinkelig, fast sichel-förmig, der obere schmal, doppelt so lang wie der untere, hinter dem Einschnitte mit einemabgerundeten Läppchen vorspringend. Die Schuppen sind sehr klein, drei bis fünfkielig.
Die Farbe der Oberseite des Körpers und der Flossen ist bräunlich grau, die desBauches gelblich weifs.
Die Leber zerfällt in zwei lange bis ans Ende der Bauchhöhle ragende Lappen, vondenen der linke etwas breitere an seiner Basis eine ziemlich grosse gestreckte Gallenblaseenthält. Der Magen ist grofs und sackförmig. Das kurze pylorische Rohr bildet eine kleineAnschwellung, ehe es in den Klappendarm tritt, dessen Klappe wie bei den verwandten Artender Länge nach aufgerollt ist. Die Milz ist sehr lang und schmal. Das Pancreas beginnt zwei-lappig und ist in der Mitte am schmälsten, indem es sich am Darm wieder ausbreitet.
Das einzige Exemplar, ein Männchen, welches ich von diesem Fische erhalten habe,wurde im Mai 1845 in dem Zambeze bei Tette im 17° S. Br. und etwa 120 Meilen vonder Küsle entfernt, gefangen.
Der einheimische Name in Tette ist maschipünde, in Sena tschindaingo. Die Ein-gebornen glauben, dass dieses das Weibchen von Pristis Perrotetii sei.
Ganze Länge. ................ (I'",76(l
Entfernung vorn vorderen Ende der Schnauze bis zum After . ö'",390
Entfernung vom After bis zum Ende der Schwanzflosse . . 0 ,n ,045
Entfernung der Mitle des Schnauzenrand s vom Maule . . . 0"',370
Entfernung der Nasenlöcher von einander....... 0"',050
Entfernung der Mundwinkel von einander ...... 0"',072
Entfernung des Auges vom Nasenloch........ 0'",026
Länge der Brustflossen............. Ü'",135