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Zoologie 4 (1868) Flußfische
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VORWORT.

bekannt ist, darüber in Zweifel sein könnte. Wenn daher ferner Livingstonedie Vorrede zu seiner Narrative etc. damit beginnt, er werde über die Fluss-systeme, Naturproducte und Mittel (capacilies) von Gegenden berichten, die vorihm noch gar nicht erforscht worden seien, so hätte er dieses wenigstens aufseine Landsleute beschränken müssen, obgleich auch dieses nicht einmal ganzrichtig gewesen wäre, da nicht allein der von der englischen Admiralitätveröffentlichte, von Livingstone aber der böswilligen absichtlichen Ver-fälschung des portugiesischen Ministers zugeschriebene Plan des Flusslaufes,sondern auch eine kleine Sammlung von Pflanzen von der im Jahre 1823 sounglücklich abgelaufenen englischen Zambezeexpedition herrühren.

In Bezug auf die specielle Ausführung dieses Theils habe ich nur nochzu bemerken, dass die in der Beschreibung etwa vorkommenden Abweichungenvon meinen früheren vorläufigen Mittheilungen eine Folge wiederholter ge-nauerer Untersuchungen sind und dass ich die, zudem in wissenschaftlicherBeziehung unnöthige, früher beabsichtigte Ausmalung der Tafeln sowohlwegen der grossen Schwierigkeit, diese ganz genügend ausführen zu lassen,als auch um die Kosten nicht unnöthig zu vermehren, aufgegeben halte.Übrigens beruhen die vorkommenden Angaben über die Farben nur auf dennach lebenden Thieren gemachten Aufzeichnungen.

Auf die genaue Ermittelung der einheimischen Namen habe ich grosseMühe verwandt, und ich hoffe, dass dadurch das Wiederauffmden der Artenmeinen Nachfolgern wesentlich erleichtert werden wird. Von einigen Zambeze-fischen, die mir in Sena genannt wurden, wie mesiriri, mansörio und gopcera,habe ich mich vergeblich bemüht, Exemplare zu erhalten. Auch ist mirnicht klar geworden, welcher Gattung ein bandförmiger Fisch „camupängo"(d. h. kleine Binde) angehört, der im Nhanje-See vorkommen soll.

Berlin, im April 1868.

Wilhelm Peters.