Druckschrift 
Zoologie 3 (1882) Amphibien
Entstehung
Seite
135
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

SERPENTES. COLUBRINI. LYCODONTES. BOODON. LYCOPHIDION.

135

Lycophidion semiannulis, Peters.

Tafel XVI. Fig. 2.

L. supra schisticolor vel violaceonigrum, atro fasciatum, lateribus cinereis, subtus pal-

lidius; rostri margine, labio temporibusque flavis, nigro vermiculatis ; scutis margine flavidis;

nasali simplici, supralabialibus utrinque 8, 3. 4. et 5. oculum tangentibus, postocularibus 2; squa-

mis 17 -seriatis; scutis 146+1, squamis subcaudalibus 30.

Habitatio: Tette.1854. Lycophidium semiannulis, Peters, Bericht d. Königl. Akad. d. Wissensch. Berlin, p. 622.

Die Pholidosis ist sehr ähnlich der von der vorhergehenden Art. Das Rostralebildet oben einen kleinen spitzen Winkel, durch den es die unregelmässig dreieckigenInternasalia berührt, welche viel kleiner sind als die pentagonalen Präfrontalia. DasFrontale ist kaum länger als breit und würde, abgesehen von einer vorderen kleinenSpitze, ein Dreieck bilden. Die Parietalia sind viel länger als das Frontale und amEnde etwas zugespitzt. Sie stossen vorn an das Supraorbitale und an beide Postorbitalia,aussen an drei der fünf Temporalia, von denen das vorderste sie von dem sechstenSupralabiale trennt. Das einfache Nasale ist vorn merklich höher als hinten, das Frenalelänger als hoch, pentagonal, unten stumpfwinkelig zwischen zweites und drittes Supra-labiale eindringend. Das Anteorbitale stösst oben an das Frontale. Das dritte, vierteund fünfte Supralabiale stossen an das kleine Auge, das siebente ist das grösste unddas achte ist viel kleiner und schuppenförmig. Das dreieckige spitzwinklige Mentalewird durch das erste lange Paar der Infralabialia von den Submentalia getrennt, derenbeide Paare kurz sind. Von den Infralabialia stehen die vorderen bis zu dem grösstenfünften mit den Submentalia in Verbindung.

Die Körperschuppen sind glänzend glatt, ohne Endgruben und bilden siebzehn,vor dem After fünfzehn Längsreihen. Ich zähle 146 Bauchschilder, ein einfaches Analeund dreissig Paar Subcaudalschuppen.

Oben graublau oder violetschwarz, mit unregelmässigen schwarzen Querbinden (aufdem Körper 34, auf dem Schwanz 4), welche ein bis zwei Querschuppenreihen einnehmenund durch drei bis vier Schuppenreihen getrennt sind. Die unteren Schuppenreihen sindgrauweiss, mit Schwarz besprengt. Die Schnauze und die Kopfseite, mit Einschluss derAugen, sind von einem gelben Saum umfasst, der schwarz besprengt ist. Unterseiteschwarzbraun, der Rand der Bauchschilder und Unterschwanzschuppen ist weisslich gelbund auf jedem Seitenwinkel des Bauchschildes befindet sich ein gelber Fleck oder Strich.

Im Oberkiefer stehen vorn sieben längere, hinten, nach einem leeren Zwischen-räume, siebzehn kürzere Zähne. Das Gaumenbein trägt vierzehn, das Flügelbein etwazwei und zwanzig etwas kleinere Zähne. Die vordersten 6 oder 7 Unterkieferzähne sindebenfalls merklich länger als die folgenden, mehr nach aussen gerichtet und durch einen