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Zoologie 1 (1852) Säugethiere
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191
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RUMINANTIA. ANTILOPE. 191

gleicht zwei Fünftel der Kopflänge. Die Hörner stehen viel weiter auseinander als bei derCaama; sie sind an der Basis sehr platt, doppelt so breit wie hoch, und biegen sich zuersthorizontal nach aufsen und hinten, krümmen sich darauf nach oben und innen und zuletztplötzlich rechtwinklig nach hinten; nach dieser letzten Krümmung verlaufen sie entwederparallel neben einander oder gehen divergirend auseinander; sie sind fast ganz glatt, nur amGrunde mit einigen schwachen Ringen und an der innern Seite der letzten Krümmung mitdrei bis vier halbringförmigen Wülsten versehen. Unter dem vordem Theil des Auges be-findet sich eine kleine punctförmige freiliegende Thränengrube. Die Nasenkuppe ist schmal,der äufsere Rand der Nasenlöcher behaart. Der Körper ist nach hinten hin abschüssig mitbucklig erhöhtem Widerrist. Leistengruben fehlen. Das Weibchen hat zwei Zitzen. Die Beinesind schlank, die Afterklauen ziemlich grofs, die Klauen, zumal die vorderen, welche ein weniglänger sind, etwas zugespitzt. Der Schwanz ist an der untern Seite nackt, oben anfangs kurzbehaart, nach dem Ende hin mit langen Haaren besetzt, welche bis zum Tarsus herabreichen.Die Oberseite des Thieres von den Hörnern an bis zur Schwanzbasis ist glänzendzimmetbraun, saiteiförmig abgegrenzt von der röthlichgelben nach unten ins isabellgelbe über-gehenden Färbung, welche den übrigen Körper auszeichnet. Die Stirn und der Nasenrückensind von derselben Farbe wie die Körperseiten, nur gesättigter. Das äufserste Ende der Schnauze,Ober- und Unterlippe und eine Binde, welche von den Hufen an der vordem Seite der Beinebis zum Unterarm und bis zum Schienbein hinaufsteigt, sind schwarz. Die Ohren sind ander Aufsenseite zimmetbraun, an der innern Seite mit Längsreihen weifser Haare bekleidet.Die Bauchseite ist von der Farbe der Körperseiten, jedoch etwas blasser, und nur die Gegendzwischen den Gliedmafsen erscheint weifs. Der Schwanz ist anfangs oben mit gelbbraunen,an den Seiten mit bräunlich gelben, von der Mitte an aber bis zum Ende mit schwarzen,an Länge zunehmenden Haaren bekleidet; die Unterseite des Schwanzes ist nackt, theil-vveise mit kurzen weifsen Haaren bekleidet. Die Augen sind schwärzlich rolhbraun, dieHörner und Hufe glänzend schwarz.

Männchen und Weibchen sind in derselben Weise gefärbt, das ganz junge Thier hat aberstatt des braunen Rückensattels nur eine schwarze Binde, welche über dem Rückgrath sich hinzieht.Diese Antilope ist mir nur einzeln bei Sena, in Inhacuexa und in Boror vorge-kommen, während sie nach den Erzählungen der Eingebornen zuweilen in Heerden von vielenHunderten in den grasreichen Ebenen erscheint. Das Fleisch ist, wie das aller Antilopen,vortrefflich. Der einheimische Name derselben ist in Tette gondo, in Sena und Bororgondongo. Die Portugiesen nennen sie Vacca de mato (wilde Kuh).

Mafse.

Ganze Länge von der Schnauze bis zur Schwanzbasis...... 2,050

Schulterhöhe .................... 1 > 260

Länge des Kopfes.................. 0,310

Länge der Ohren................... 0,215