120
ZOOLOGIE. SÄUGETHIERE.
die Zehen unbehaart. Zu bemerken ist, dafs die Pupille nicht rund, wie bei den übrigenMangusten, sondern elliptisch horizontal gespalten erscheint, und dafs nicht die vorderen Krallensondern vielmehr die hinteren die längeren sind.
Bdeogale crassicauda.Tafel XXVII.
B. ex nigro canescens, pilis nigre et albide annulatis; artubus et cauda crassa nigris.Longitudo ab apice rostri ad caudae basin 0,4; caudae 0,3.Habitatio: Africa (mentalis, Tette, Boror, a 17" ad 18" hat. Austr.
Bdeogale crassicauda. W. Peters, Monatsbericht der Königl. Preufs. Akademie der Wissenschaften zu Berlin.Februar 1852. pag. 81.
Von der Gröfse und Gestalt des Herpestes atilax. Die Schnauze ist spitz und ragtziemlich weit über das bis unter die Augen gespaltene Maul hervor, die Nasenkuppe nackt,mit der Oberlippe durch eine unbehaarte Furche verbunden. Das Auge, mit horizontaler Pupille,liegt ein wenig weiter von der Nasenspitze als von den Ohren entfernt. Die Ohren sindabgerundet, wie bei den übrigen Mangusten gebildet, auf der innern Seite sparsam, auf deräufsern dicht behaart, mit ihrer vordem Hälfte unter den rückwärts gerichteten steifen Wangen-haaren, welche sich auf den vordem Theil der Helix fortsetzen, versteckt. Der Körper istdicht bedeckt von reichlichen weichen Wollhaaren und daraus hervorragenden sparsamerenlangen Stichelhaaren. Die Hände sind vierfingerig, indem keine Spur eines innern Fingersvorhanden ist; die beiden mittleren Finger ragen wegen der längern Mittelhandknochen ammeisten hervor, und sind fast gleich lang, und ebenso stehen die beiden seitlichen in fastgleicher Entfernung zurück. Die Handsohlen sind nackt, obgleich das Thier nur wie dieZibethkatze mit den Fingern auftritt. Die hinteren Extremitäten erscheinen viel länger als dievorderen, tragen ebenfalls nur vier Zehen, und sind an den Sohlen dicht behaart bis auf denvordersten Theil des Mittelfufses und die Zehen, deren Nägel, wie erwähnt, ein wenig längersind als die der Finger. Der Schwanz ist um ein Viertel kürzer als der übrige Körper,buschig behaart wie bei den Crossarchus.
Die kurzen Haare der Schnauze sind graubraun, die feinen Schnurrhaare schwarzbraun;die Haare der oberen und seitlichen Theile des Kopfes und der Ohren sind abwechselnd schwarz-braun und weifs geringelt, an der Spitze schwarz. Am Kinn, an der Kehle und dem Vorder-hals sind die Haare einfarbig braunschwarz oder braunschwarz und weifs beringt mit dunklerSpitze. An den Körperseiten und dem Rücken sind die Stichelhaare entweder schwarz und weifsberingt, an der Basis schwarz oder weifs, am Ende immer schwarz, oder seltener ganz schwarzbis auf den helleren Grundtheil; die Wollhaare aschgrau, am Grunde und an der Spitze dunkler.An der Brust und am Bauch sind die Stichelhaare vorwiegend schwarz mit hellerem Grunde,die Wollhaare von derselben Farbe wie am übrigen Körper. An den oberen Theilen der