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ZOOLOGIE. SÄUGETHIERE.
wachsen, sind hier wie bei allen übrigen Insectivoren gelrennt. Der Radius liegt mit seineinoben) Ende vor der Ulna, und bewegt sich mit ihr auf derselben Gelenkrolle, unten articulirter mit dem Os naviculare und Os semilunare. Die Ulna hat ein sehr langes Olecranon für denAnsatz des sehr grofsen Vorderarmstreckers, und steht an der Hand mit dem Os triquetrumund dem sehr grofsen Os pisiforme in Gelenkverbindung. Es sind neun Handwurzelknochenvorhanden, indem sich zwischen dem Os naviculare und dem Os multangulum secundum nochein überzähliger Knochen vorfindet. Vom Mittelhandknochen des Daumens ist keine Spur vor-handen; die drei ersten Mittelhandknochen sind nahe halb so lang wie der Radius, und tragenjeder einen dreigliedrigen Finger; der Mittelhandknochen des äufsern Fingers ist nur halb solang wie die vorhergehenden, und tragt einen nur zweigliedrigen Finger. Unter jeder Gelenk-verbindung der Mittelhandknochen mit den Phalangen, und der Phalangen mit einander liegtein Sesambeinchen. Das Becken ist sehr breit und platt; die Schambeine und die Sitzbeinesind vorn vollständig mit einander verwachsen. Das Oberschenkelbein ist um die Hälfte längerals der Humerus, aufsen mit einem dritten Trochanter für den Ansatz des Endtheils vomGlutaeus maximus versehen. Hinter seinem untern Ende sitzen zwei mit dem Gelenkendeartieulirende Knöchelchen, welche den beiden Köpfen des Gastrocnemius mit zum Ursprungdienen. Die Kniescheibe ist länglich, doppelt so lang wie breit. Die Fibula, welche nur beiden Tupaja, Centetes und Gymnura getrennt erscheint, ist hier, wie bei den übrigen Insecti-voren, in ihrer untern Hälfte vollständig mit der Tibia verwachsen. Die Fufswurzel besteht,wie bei dem Menschen, aus sieben Knochen, indem auch das Os euneiforme priinuin, welchesein ganz kleines Rudiment des ersten Mittelfufsknochens trägt, vorhanden ist. Die vier übrigenMittelfufsknochen sind sehr gestreckt, allein lange nicht so sehr, wie bei den Rohrrüfslern,indem sie kaum länger als die Fufswurzel sind. Jede derselben trägt eine dreigliedrige Zehe,deren erstes Glied sehr lang, deren zweites sehr kurz, und deren drittes ein wieder etwaslängeres spitzes Nagelglied ist. Unter den Gelenken der Zehen belinden sich kleine Sesam-knochen, unter der Verbindung der Fufswurzel mit dem Miltelfufs ein gröfserer, um die Sehnendes Flexor digitorum leichter darüber weggleilen zu lassen.
Das Zungenbein (Taf. XXIV. Fig. 9) ist ähnlich wie bei Macroscelides gebildet; die grofsenHörncr sind mit dem Körper verwachsen; die kleinen bestehen aus drei Gliedern, einem erstenkurzen breitern, einem zweiten sehr dünnen langen, und einem dritten ebenso langen an beidenEnden erweiterten Stück (Processus styloideus), welches mit der Pars tympanica verwachsenhinten ans Felsenbein stöfst. Die Zunge (Taf. XXIV. Fig. 3) ist lang, fleischig, mit dichtgedrängtenfeinen schuppenförmigen und darunter zerstreut stehenden gröfsern linsenförmigen Wärzchenbedeckt, die Basis durch drei Papulae vallalae ausgezeichnet. Die Gaumenhaut (Fig. 4) bildetzehn Querfalten. Die Speicheldrüsen sind alle sehr entwickelt, die Submaxillardrüsen jedochnicht so sehr an Gröfse überwiegend wie bei den Rohrrüfslern. Die Speiseröhre geht sogleichunter dem Zwerchfell in einen einfachen grofsen sackförmigen Magen (Fig. 5 s) über, an wel-chem der Pförtner dicht neben der Cardia liegt. Der Dünndarm ist 460 Centimeter lang, der