■■■^■m
PROSIMII. LEMUR.
21
Leiuur. M aki.Lemur catta, Linne.
Lemur catta. Audebert, Histoire naturelle des Singes et des Makis. pl. 4.Le Mococo. Fr. Cuvier, Histoire naturelle des Mammiferes etc. Fol.
Von allen Arten der Makis scheint die vorstehende an der Westküste Madagascars beiweitem am häufigsten vorzukommen, da ich während meines Aufenthalts in Mossambique mehrals ein Dutzend derselben gesehen habe, welche alle entweder aus Bombatoka oder ausder St, Augustins-Bai herstammten, zwei Handelsstationen, die sehr viel von den Seefahrernbesucht werden, um Wasser, Holz und frische Lebensmittel einzunehmen.
Lemur niger, Geoffroy.
The blaclt macauco. G. Edwards, Gleanings of natural history etc. I. 1758 p. 13, tab. 217. (copirt in
Schrebers Säugethieren tab. 40 A.)Lemur niger. Geoffroy St. Hilaire, Annales du mus^um d'histoire naturelle. XIX. p. 159.
Ein einziges Exemplar dieses seltenen, durch seine überall schwarze Färbung und dielangen Backenhaare ausgezeichneten Thiers, welches von Bombatoka nach Mossambique ge-langte, wurde von mir nach Lissabon gesandt, wo es leider später starb, ohne für das dor-tige Museum benutzt zu werden. Da ich keine Gelegenheit gehabt habe, es direct mit demVari, Lemur macaco, zu vergleichen, so mufs ich es unentschieden lassen, ob es nur eineVarietät dieses letztern oder als besondre Art zu betrachten sei.
Lemur nigrifons, Fr. Cuv.
Le mnkt ä front noir. Fr. Cuvier, Histoire naturelle des Mammiferes etc. Fol.
Aus Bombatoka stammten ebenfalls zwei braune Makis her, welche in der Zeichnungmit dem von Fr. Cuvier abgebildeten Maki ä front noir übereinstimmten, und von denender eine, ein Geschenk des Hrn. Carlos Guedes in Mossambique, längere Zeit in Lissabonlebendig erhalten wurde.
Lemur anjuanensis, Geoffroy.
Lemur anjuanensis. Geoffroy St. Hilaire, Annales du museum d'histoire naturelle. XIX. pag. 161.Während meines achttägigen Aufenthalts auf der lieblichen Comoreninsel Anjoana imOctober 4 844 wurden zwei Exemplare dieses Makis gefangen, ein ganz junges Männchenund ein älteres Weibchen, von denen das letztere sich jetzt in dem zoologischen Museumzu Berlin behndet. Die Grundfarbe des jungen Thiers ist grau, die zerstreut hervorstehendenlangen Haare sind schwarz, der Kopf und Nacken rostfarbig angeflogen, die Schnauze schwärz-lich, Kehle, Brust und Bauch weifs. Das Weibchen, welches die Farben entwickelter zeigt,