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Zoologie 1 (1852) Säugethiere
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PROSIMII. OTOLICNUS.

oberen Eckzähne sind lang, glatt, aufsen flach gefurcht, hinten mit einem starken, vorn miteinem undeutlicheren Absatz versehen; die unteren Eckzähne sind kürzer, gekrümmter, nurhinten mit einem zackenartigen Absätze versehen, stehen mehr nach vorn gerichtet, und greifenmit ihrer Spitze in eine Vertiefung ein, welche sich an der innern Seite der oberen Eckzähneim Oberkieferbeine findet. Der erste obere Backzahn ist eckzahnförmig, der vordere Rand con-vex, der hintere gerade, vorn und hinten am Grunde mit einem Zacken versehen; der zweiteBackzahn ist kürzer als der erste, fast gleichseitig dreieckig, und aufserdem noch mit einem in-neren dritten Absätze versehen; die folgenden vier sind einander in der Form ähnlich, im allge-meinen aufsen mit zwei Höckern, und nach innen mit zwei anderen Höckern versehen; der hintereinnere Höcker ist sowohl am dritten als am sechsten Backzahn nur schwach; an dem äufserenRande unterscheidet man ganz vorn zuweilen noch einen dritten äufseren kleinen Höckeransatz.Aufser diesen sechs Backzähnen findet sich an einem alten Schädel, dessen Nähte zu ver-wachsen beginnen, noch jederseits ein siebenter kleiner mit zwei bis drei Höckern versehenerZahn. Der erste Backzahn des Unterkiefers ist dem Eckzahn desselben ähnlich, aber um einDrittel kürzer als dieser; der zweite untere Backzahn zeigt von oben betrachtet eine vorderedreizackige, von vorn nach innen und hinten gehende Schneide, und an seinem hinterenRande zwei Höckerchen, ein äufseres gröfseres und ein inneres kleineres; die folgendenbeiden unteren Backzähne sind vierhöckerig, und der fünfte oder letzte ist fünfhöckerig.Die vollständige Formel des Gebisses für dieses Thier würde also folgende sein: Incisivi ■%-

= 38. Ob ganz alte Thiere von andern Galasoarten auch noch einen

Canini

1. i1.1

Molares

7.7

5 .5

siebenten oberen Backzahn zeigen, und ob bei ganz jungen Individuen von Galago crassicandatusuoch zwei obere innere Schneidezähne mehr vorhanden sind, wie Sundevall es bei seinemOtolicnus Teng (Kongl. VetensJc, Akad. Handling. 1842, pag. 203) gefunden hat, läfst sich nachden vorhandenen Materialien nicht entscheiden, doch ist mir beides sehr wahrscheinlich.

Die Wirbelsäule besteht an drei Skeleten übereinstimmend aus 54 Wirbelkörpern; daruntersind 7 Halswirbel, 13 Rückenwirbel, 6 Lendenwirbel, von denen der erste ein ganz kleinesRippenrudiment trägt, 3 Kreuzbeinwirbel und 25 Schwanzwirbel. Von den 13 Rippenpaarenverbinden sich acht durch ihre Knorpel unmittelbar mit dem aus 7 Knochen bestehendenschmalen Brustbein.

Die Zunge ist mit feinen zwei bis dreispitzigen nach hinten gerichteten Papillen besetzt, ausdenen sich gröfsere zerstreute, glatte, knopfförmige Papillen erheben; an der Basis der Zungezeichnen sich drei warzenförmige, mit einer tiefen Furche umgebene Papillen aus, welche in denWinkeln eines mit seiner Spitze nach hinten gerichteten Dreiecks stehen; die Nebenzunge ist sehrgrofs und geht am Rande in lange, kammförmige Spitzen aus. Unter der Basis der Zungeliegt jederseits eine grofse, 20 Millim. lange Speicheldrüse. Die Schleimhaut des Gaumensbildet 8 Falten. Der Oesophagus geht in einen starken musculösen, bohnenförmigen Magen über,dessen Schleimhaut sich inwendig in grofsen, gewundenen Falten erhebt. Die Länge des Magensbeträgt an seiner grofsen Curvatur 70 Millim., die Entfernung des Oesophagus vom Pylorus