Druckschrift 
Zoologie 5 (1862) Insecten und Myriopoden
Entstehung
Seite
450
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

450

ZOOLOGIE. INSECTEN.

ist der Schaft schwarz, die Geifsel pechbraun, letztere beim Männchen von halber Körperlänge.Während das Schildchen dieselbe grobe, grubenartige Punktirung wie der Hinterkopf zeigt,steht diejenige des Mesothorax sowohl an Gröfse als an Tiefe merklich zurück, ist aber trotz-dem noch als grob und gedrängt zu bezeichnen; der Vorder- und Hinterrand sind mit schnee-weifsen Härchen schmal gesäumt, ein gleichfarbiger Fleck steht vor und unter der Flügel-schuppe auf der Brustseite. Der Hinterleib ist nicht, wie bei der europäischen Art, nach vornverengt, sondern ziemlich gleich breit, am Vorderrand tief ausgeschnitten; die einzelnen Se-gmente sind vorn und hinten leicht eingeschnürt, der Hinterrand schmal blafsgelb, im übrigenglänzend schwarz, gleichmäfsig punktirt, nackt; über die Mitte des ersten und die Basis deszweiten Segments verläuft eine erhabene Querleiste. Am ersten Segment ist der ganze Vorder-und die Seiten des Hinterrandes, am zweiten bis vierten der Hinterrand mit schneeweifsen,haarförmigen Schuppen besetzt, welche schmale Querbinden bilden, die sich an den Seitendes ersten Segmentes stärker, an den folgenden nur schwach verbreitern. Die drei letztenHinterleibsringe sind beim Männchen beträchtlich gedrängter, das letzte auch zugleich feinerpunktirt, dicht vor der Spitze mit einem tiefen, quer dreieckigen Eindruck; der Spitzenrandscheint rothbraun durch. Beim Weibchen erscheint es spitz zugerundet, die Spitze selbst ab-gesetzt und leicht aufgebogen. Die Beine sind schwarz, weifslich behaart, die Tarsen röthlichpechbraun, gelbfilzig. Die Flügel wasserhell, mit braunem Stigma und Adern, nur ein schmalerAufsenrand sehr leicht bräunlich getrübt. In Mehrzahl bei Tette gefangen.

Heriades phthisica, nova spec.H. angusta, atra, aequaliter conf'ertim punctata, fere opaca, genis, thoracis lateribusabdominisque cingulis quinque niveis. Long. lin. 3. Fem.

Heriades phthisica. Gerstaecker, Monatsberichte d. Künigl. Akad. d. Wissensch. zu Berlin. Octbr. 1857.

Bei fast gleicher Länge um die Hälfte schmaler als die vorige Art, durch die viel feinereund auf allen Körperlheilen fast gleichmäfsige Punktirung unterschieden und durch diese fastmatt erscheinend. Der Kopf des allein vorliegenden Weibchens ist dicht gedrängt, runzligpunktirt, der Clypeus am Bande und die Mandibeln mit einzelnen gelblichen, die Backen unddie Mitte der Stirn zwischen den Fühlern mit dichten schneeweifsen Haaren besetzt. Von dervorderen Ocelle verläuft zur Stirn eine seichte Mittelfurche. An den Fühlern ist die Geifselhell pechbraun. Der Thorax ist gleichmäfsig und dicht, aber nirgends zusammenfliefsend punktirtund auf der Mitte des Schildchens nehmen die Zwischenräume der Punkte noch an Gröfse zu;der Halskragen, die Seiten der Brust und der Hinterrand des Schildchens tragen kurze weifse,schuppenförmige Haare. Auf den beiden ersten Hinterleibssegmenten sind keine erhabenenQuerleisten sichtbar; die Punktirung der Oberseite ist kaum schwächer, wohl aber ein weniggedrängter als auf dem Thorax und nimmt gegen den After hin in demselben Maafse anDichtigkeit zu, als sie an Gröfse und Tiefe abnimmt. Der Vorderrand des ersten und derSpitzenrand der vier ersten Segmente ist mit schneeweifsen linearen Schüppchen besetzt, die