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Zoologie 5 (1862) Insecten und Myriopoden
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ZOOLOGIE. INSECTEN.

Die Art steht der Anth. bipartita Smith (Catal of Hym. Ins. II. p. 333. n. 81) amnächsten, stimmt mit derselben in Gröfse und Gestalt, so wie durch den einförmig schwarzen,fast glatten Hinterleib überein, unterscheidet sich aber auf den ersten Blick durch den bis zumVorderrande gleichmäfsig goldgelb behaarten Thorax. Der Kopf ist mit dichter runzligerPunktirung bedeckt, fast matt, schwarz; ein nach hinten trichterförmig ausgezogenes Dreiecklängs der Mitte des Kopfschildes und ein dagegenstofsendes auf der Oberlippe gelblich weifs;längs der Seitenränder bis zu den Fühlern und ebenso auf dem hinteren Augenrand ist dieBehaarung rein kreidevveifs, auf dem Scheitel dagegen und am Halskragen mit schwärzlichenHaaren untermischt. Die ganze Oberfläche des Thorax vom Kopf bis zum Schildchen ist mitdichter goldgelber Behaarung bekleidet, welche sich auch noch über die Flügelschuppen hin-aus ein wenig auf die Seiten erstreckt; ein Fleck zwischen der Einlenkung der Vorder- undHinterflügel so wie die lang abstehenden Haare des Metathorax gehen allmählig mehr insWeifsliche über. Der ganze untere Theil der Brustseiten ist tief schwarzbraun behaart. DerHinterleib ist einfarbig schwarz, etwas glänzend, fein punktirt, auf der Oberfläche so dünnbehaart, dafs er fast nackt erscheint; die Ränder der einzelnen Segmente schimmern rothbraundurch. Das erste Segment zeigt jederseits einen Büschel schwarzbrauner, das letzte rothbrauneund greise Haare untermischt. An den Beinen sind Schenkel und Schienen glänzend roth-braun; die Behaarung der Vorderschenkel ist fast greis, die der hinteren mehr schwärzlich;an den Vordertarsen rothbraun, an den Schienen und Tarsen der hinteren Beine tiefschwarz;letztere Farbe haben auch die Sporen der Hinterschienen. Die Flügel sind in derselben Weisewie bei A. bipartita gebräunt und wie dort an der Basis mehr wasserhell; die Flügelschuppensind licht rostroth. Ein weibliches Exemplar von Mossambique.

LipotricheS, nov. gen.

Ocelli in tuberculo verticis positi. Alae anticae cellulis submarginalibus tribus,lertia elongata. Femora postica denlata. Palpi maxillares 6-, labiales 4-articulali.Ligula et paraglossae lanceolatae, hirsutae.

Die hier zu charakterisirende neue Gattung gehört der Epeolus- Gruppe an und würdesich nach Form und Färbung zu urtheilen, zunächst an Ammobates und Phileremus anschliefsen,von denen sie sich aber u. a. sogleich durch das Flügelgeäder unterscheidet. Die Vorderflügelhaben nämlich drei Submarginalzellen wie bei Epeolus Fab., Liogastra Perty und einer bisjetzt noch nicht charakterisirten Galtung, welche auf die europäische Centris coecutiens Fabr. zuerrichten wäre. Während jedoch bei allen diesen Gattungen die beiden letzten Submarginal-zellen fast gleich grofs und unregelmäfsig quadratisch sind, ist bei Lipotriches die letzte doppeltso lang als die zweite und der ersten an Länge fast gleich; sie nimmt den rücklaufendenNerv erst jenseits der Mitte ihres Hinterrandes auf, wodurch die dritte Discoidalzelle einebeträchtlichere Breite erhält. Was die neue Gattung am auffallendsten charakterisirt, ist dafs