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2 (1892)
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150
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Kalium permanganicum.

nitrat-, noch durch Silbernitratlösung mehr als opalisirend getrübtwird. — Wird einer Lösung von 0,5 g des Salzes in 5 ccm heissemWasser allmählich Oxalsäure bis zur Entfärbung zugesetzt, so darf eineMischung von 2 ccm des klaren Filtrates mit 2 ccm Schwefelsäure beimUeberschichten mit 1 ccm Ferrosulfatlösung eine gefärbte Zone nicht zeigen.Vor Licht geschützt aufzubewahren.

Geschichtliches. Das Auftreten gefärbter Massen beim Schmelzen von Braunsteinmit Salpeter hatte schon Glauber (105',)) beobachtet. Scheele nannte die entstehendeVerbindung wegen des Farbenwechsels ihrer Lösung „mineralisches Chamäleon".1817 gaben Chevillot und Edwards über die chemischen Vorgänge schon ganzguten Aufschluss. Forchhammer unterschied 1820 in dem rothen und grünen Salzezwei verschiedene Säuren, deren Zusammensetzung Mitscherlich feststellte.

Darstellung. Die Salze der Mangansäurea (Manganate) entstehen aussämmtlichen Manganverbindungen durch Glühen derselben an der Luft bei Gegen-wart von Alkalien, indem hierbei Sauerstoff aus der Luft aufgenommen wird.Sehr viel schneller erfolgt die Bildung der Manganate, wenu man die Mangan-verbindungen mit Alkalien schmilzt unter Zusatz eines Oxydationsmittels (wieKalisalpeter, Kaliumchlorat), welches Sauerstoff in reichlichen Mengen und schnellabgiebt. Es bilden sich zunächst die durch ihre grüne Färbung charakterisirtenSalze der Mangansäure (Manganate im engeren Sinne), welche verhältnissmässigleicht in Salze der Uebermangansäure (Permanganate) übergehen. — Die Selbst-darstellung des Kaliumpermanganates im pharm. Laboratorium ist unlohnend,führt auch nur selten zu einem wirklich schönen Präparate; sie ist daher ledig-lich zu Uebungszwecken zu empfehlen.

20 Th. Kalilauge von 1,34 spez. Gew. werden in einem blanken eisernen Kesselbis auf ungefähr den i / i Theil eingekocht; darauf fügt man eine mittels Kartenblattesbewirkte Mischung von 4 Th. feingepulvertem Mangansuperoxyd und 3'/ 2 Th. Kalium-chlorat (chlorsaurem Kalium KC10 3 ) allmählich hinzu und dampft diese Mischung unterUmrühren zur staubigen Trockne.

Die trockne Masse wird hierauf in einem hessischen Tiegel bis nahe zur Rothglutherhitzt und so lange bei dieser Hitze gehalten, bis eine gezogene Probe in Wasser fastgänzlich löslich ist. Eine wirkliche Schmelzung der Masse vermeidet man sorgfältig.Die etwas weiche Masse wird noch heiss aus dem Tiegel genommen, worauf der letzteresofort für eine neue Menge benutzt werden kann.

Die erkaltete, im Wesentlichen aus Kaliumchlorid und Kaliummanganat bestehendeMasse wird gepulvert und mit 20 Th. siedendem Wasser übergössen und gut durchgerührt.Nach dem Absetzen giesst man die Flüssigkeit ab, rührt den Rückstand nochmals mitheissem Wasser an und giesst wieder klar ab. Die vereinigten Auszüge, welche durchAbsetzen, event. durch Filtration über Glaswolle oder Glaspulver geklärt wurden, werdenim Wasserbade erwärmt, darauf leitet man so lange Kohlensäure ein, bis die Flüssigkeitrein rothviolett erscheint und setzt zum Absetzen bei Seite. Die über dem ausgeschiedenenMangansuperoxydhydrat stehende klare Lauge wird, vor Staub geschützt, möglich raschbis zur Salzhaut eingedampft. Man sammelt die nach dem Erkalten ausgeschiedenenKrystalle und trocknet sie nach dem Abtropfen auf porösen Tellern.

Die chemischen Vorgänge bei der Darstellung sind folgende: AusMangansuperoxyd, Kalihydrat und Kaliumchlorat entsteht zunächst Kaliumchloridund Kaliummanganat:

GKOH +.KCIO3 = 3H 2 0 + 3[K a Mn0 4 ] 4- KCl

Kalium- Kalium- Kalium-

chlorat manganat chlorid.

;e Kaliummanganat wird in wässeriger Lösung durch dieEinwirkung der Kohlensäure unter Abscheidung von Mangansuperoxydhydrat inKaliumperraa 11 gannt übergeführt:

3[K 2 Mn0 4 ] + 2CO s + H.,0 = MnO a .H„0 + 2 K, C0 3 4- 2[KMn0 4 l

Kalium- Mangansupei- Kalium- Kaliumper-

manganat oxydhydrat carbonat manganat

3 Mn O,

Mangan -Buperoxyd

Das get