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Eise x.
schmiedeten Axen, namentlich der Eisenbahnwagen, zuweilenbrechen, so rührt dies daher, dass, wie die Erfahrung lehrt, dasSchmiedeeisen durch häufig sich wiederholende und lange anhal-tende Erschütterungen, welchen beim Fahren die Axen der Wagenausgesetzt sind, sein faseriges Gefüge einbüsst, und nach und nachwieder körnig krystallinische Textur annimmt.
Manches Stabeisen hat die Eigenschaft, zu zerbröckeln, wennes rothglühend gehämmert wird. Man nennt dasselbe roth-brüchig. Dies wird durch den Gehalt an sehr kleinen MengenSchwefel veranlasst; wie ein Gehalt von etwa 1 / i Proc. Phosphordas Eisen kaltbrüchig macht, d.h.bewirkt, dass es beim Biegenin der Kälte bricht.
Man nennt das Stabeisen weiches Eisen, im Gegensatz zu dem
Stahl, einem durch seine Härte und andere Eigenschaftenausgezeichneten Eisen, welches sich chemisch von jenem nur durchseinen grösseren Kohlenstoffgehalt unterscheidet. Hinsichtlichdieses Kohlenstoffgehaltes steht der Stahl in der Mitte zwischendem Stab- und Gusseisen. Er enthält davon gegen 1 Proc. inchemischer Verbindung und kann durch Zusammenschmelzen beiderin geeigneten Verhältnissen bereitet werden. — Aus dem Stabeisengewinnt man den Stahl dadurch, dass man in Kohlenpulver ein-gehüllte Eisenstangen mehrere Tage lang zum Rothglühen erhitzt,wobei die Kohle bis ins Innere, wenn auch nicht durchaus gleich-massig, eindringt. So bereitet heisst das Product „Cämentstahl ".Um die Kohle durch die ganze Masse möglichst gleichförmigzu vertheilen, werden mehrere solcher cämentirten Stahlstäbe weiss-glühend zusammengeschweisst, und das einige Male wiederholt.Man nennt diesen Proeess das Raffiniren des Stahls. — DurchSchmelzen des Cämentstahls in Tiegeln gewinnt man den
Gussstahl. Letzterer wird gegenwärtig nach dem Besse-mer'sehen Verfahren, vor 20 Jahren von Bessern er eingeführt,in grossen Massen und in kurzer Zeit dadurch bereitet, dass manin geschmolzenes Gusseisen, welches sich in grossen birnförmigenGefässen aus feuerfestem Material befindet, comprimirte Luft ein-bläst, wodurch der Kohlenstoff und das Silicium desselben verbren-nen, und dass man in das so erzeugte Stabeisen sofort weissesmanganhaltiges Roheisen (Spiegeleisen) in der Menge einfliessenlässt, als nöthig ist, um den Kohlenstoffgehalt der Mischung aufden des Stahls zu bringen. Das Product, der Bessemer Stahl,